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Hingegen die Leichtigkeit, mit welcher jeder Bater durc< Urbarmachung. wüster Flecke seinen Kindern neue Besißungen verschaffen kann, die Mvg- lichfeit, welche der Fleißige und Verständige vor sich siehet, sein Cigenthum ohne Ende' zu erweitern: dieser. Antrieb dauert in einer solhen Colonie lange fort. Daher werden in diesen ersten Zeiten des Anbaues, in dem zuvor unbewohnten Lande,. in kurzer Zeit Werke zu Stande gebracht, über wel- <e die Nachkommenschaft, wenn sie wun Grund und Boden unter sich vertheilt hat, und an eine rudizere Arbeit gewohnt ist, erstaunt,
In unsern längst gegründeten und gleichsam schon alternden Staaten, wo Viele für Einen arbeiten, und eine Menge der Fleißigen fast leer von aller Belohnung ausgeht, ist Eifer und Lust bei einem großen Theile erloschen, und es geschehen nur die nothwendigen Arbeiten kümmerlim, da unter andern Um- ständen dieselbe Anzahl von Händen weit mehrere gut zu Stande bringen würde. y
(Garve:; über den Charakter der Bauern. Seite 25., 26.,, 27 und- 28)
=-==-3 aber wenn wir in Provinzen, die von der Natur nicht ärmlich ausge- stattet sind, den Bauerstand in Armuth, seine Wohnungen elend, sein Zug=- und Nußvieh kümmerlich und sein Ackergeräth dürftig finden; so müssen wir uns nicht damit begnügen, daß man die Ursachen dieser Uebel in die Faulheit und Unwissenheit dieser Menschen se8t, welche so elend sind, sondern wir müs- sen auf die Quellen dieser Faulheit und Unwissenheit zurüfgehen, wenn wir von dem Daseyn dieser Fehler überzeugt sind. Das vielen Menschen so eigne Raisonnemenk findet nur durch seine Bequemlichkeit für die Seelenkräfte so vie-
len Eingang, weil es den Fragenden sogleich aller Anstrengung seines Ber-
standes überhebt.
Eben so wie viele Menschen sich bei der Frage: warum unsere Bierbrauereien sinken? mi? der Antwort begnügen, weil jeßt mehr Brandtwein, Kaffee, Thee ge- trunfen wird, als sonst eben so begnügen sie sich bei der Frage, den traurigen Zuitand


