Periodikum 
Die Feier von Kaisers Geburtstag und der Reichsgründung veranstalten am ... an der Universität Giessen
Entstehung
[Erscheinungsort nicht ermittelbar] Im Digitalisierungsprozess 1915 ; damit Ersch. eingest., 1915-1915
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keit, Reinlichkeit, lernten sie Lesen und Schreiben; vom Regi- ment nahmen sie eine Welt neuer Vorstellungen mit nach Haus: zie hatten den König gesehen, hatten von Fehrbellin, Höchstädt, später von Hohenfriedberg, von Roßbach, von Leuthen gehört. Durch die Armee wurden sie aus miſhandelten Gutsuntertanen die Angehörigen einer Gemeinschaft, die bis zum König hin- aufreichte, die Bürger eines Staates, mit dem sie innerlich ver- wuchsen, an dessen Ehre und Schicksal sie teil hatten, dem zie ihr alles hinzugeben, ihr Leben zu opfern bereit waren*. Friedrich der Große hat dieses Kantonwesen beibehalten, es weiter entwickelt, viele Willkürlichkeiten beseitigt, zugleich aber aus volkswirtschaftlichen Gründen die Befreiungen stark ausgedehnt. Das hatte bei den gewaltig gesteigerten mili- tärischen Bedürfnissen naturgemäß eine Vermehrung der ge- worbenen Mannschaften zur Folge. So bestanden denn die Heere, mit denen die Schlachten der schlesischen Kriege ge- schlagen wurden, aus zwei ungleichartigen Bestandteilen, zwischen denen ein völliger Ausgleich nicht möglich war. Aus der naiven Erzählung eines schweizer Söldners in Fried- richs Heer, desarmen Mannes im Tockenburg, tritt dieser Gegensatz lebendig hervor: als in der Schlacht bei Lobositz, so berichtet er, die preußischen und brandenburgischen Lan- deskinder voranstürmten und wie Furien die Panduren pack- ten und ihm, dem es ängstlich wurde, zuriefen: Komm, komm Bruder, Viktorial, da tat der Schweizer, wie er sagt, ein wenig blessiert, duckte sich und nahm Reiſßauss.

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