Jahrgang 
2
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verſität Männer und Mitarbeiter finden würde, die mit mir gleichen Willens und auch gleichen Geiſtes ſind. Ich kann Ihnen, Gauleiter, heute mit gutem Gewiſſen melden, daß ich dieſe Männer gefunden habe, und ich ſtehe mit meiner Perſon dafür ein, daß der Geiſt, der heute an der Univerſität Gie⸗ ßen herrſcht, Geiſt von Ihrem Geiſte iſt.

Wir haben uns nun im vergangenen Jahr ehr⸗ lich, und wie ich hoffe, auch nicht ganz erfolglos bemüht, unſere Univerſität einzureihen in die große Front aller Deutſchen und in den Kampf des deutſch⸗germaniſchen Menſchen um ſeine innere und äußere Freiheit. So haben wir daran gear⸗ beitet, unſerer Academia Ludoviciana im national⸗ ſozialiſtiſchen Staate Adolf Hitlers einen wert⸗ vollen und würdigen Platz zuſichern und ihr auch einen neuen Sinn zu geben.

Verantwortungsvolle Forſchungsarbeit

Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß unſere Arbeit in den Laboratorien und Kliniken, ſowie in den Ar⸗ beitsſtätten aller Geiſteswiſſenſchaftler und nicht zuletzt auch in den Veterinärkliniken und landwirt⸗ ſchaftlichen Inſtituten ganz beſonders darauf ab⸗ geſtellt war, an einem erfolgreichen Verlauf des Krieges mitzuarbeiten und den Endſieg ſicherzu⸗ ſtellen. Die außerordentlich große Zahl von kriegswichtigen Aufgaben, mit denen unſere Gie⸗ ßener Wiſſenſchaftler betraut wurden, iſt der beſte Beweis dafür. Wir waren bei Beginn der Vor⸗ leſungen vor einem Jahr ſehr froh darüber, daß es uns gelang, unſeren Vorleſungsbetrieb im vol⸗ len Umfange wieder aufzunehmen, trotzdem ein großer Teil von Profeſſoren, Dozenten, Beamten und Angeſtellten das Ehrenkleid des Soldaten an⸗ gezogen hatte und im Heere ſtand.

Die in Angriff genommenen Neubauten mußten leider vorübergehend unterbrochen wer⸗ den, trotzdem gelang es, einen Teil dieſer Neu⸗ bauten zeitweiſe trotz des Krieges fortzuführen. Es erwies ſich ferner als dringend notwendig, den ſchon ſeit Jahren gehegten Plan der Einrichtung eines zahnärztlichen Inſtitutes in die Tat umzuſetzen. Daß dies trotz der notwendigen Rohſtoffeinſchränkung und des ſparſamſten Ge⸗ brauches finanzieller Mittel unter allen Umſtänden durchgeführt werden mußte, ergab ſich vor allem daraus, daß durch die Prüfungsordnung für Medi⸗ zinſtudierende auch ein Kolleg über Zahnheilkunde gefordert wunde. Das, wie erwähnt, ſeit Jahren geplante Vorhaben der Gründung eines zahnärzt⸗ lichen Inſtitutes durchzuführen, war jedoch nur möglich durch die tatkräftige Hilfe unſe⸗ res Gauleiters, dem wir an dieſer Stelle auch hierfür ganz beſonders danken.

Neues Aniverſitätswappen neue Amtstracht

Ich habe es ferner für notwendig gehalten, einen Schönheitsfehler der Univerſität zu beſeiti⸗ gen. So war es mir als altem Nationalſozialiſten ein unerträglicher Gedanke, daß das talmudi⸗ ſche immer noch als Wahrzeichen der Univerſi⸗ tät vorhanden war. Der Geſamtſenat hat die von mir vorgebrachten Bedenken einſtimmig gutgehei⸗