— 46—
Friebel. Schön, Herr Drekter.(Ab.)
Direktor(arbeitet weiter).
Friebel(kommt zurück). Herr Drekter, der Mann läßt ſich nicht abweiſen. Er ſagt, er muß Sie ſprechen.
Direktor(unwillig). Meinetwegen— laſſen Sie ihn ein⸗ treten.(Friebel ab.)
Vierter Auftritt. Voriger. Brinkmeier.
Brinkmeier(ſpricht ſehr laut). Juten Tag, Herr Direktor. Ick bin der Jaſtwirt Brinkmeier.
Direktor. Sie kommen mir heute ſehr ungelegen. Was wollen Sie?
Brinkmeier. Nichts für unjut, Herr Direktor. Die Sache is preſſant—
Direktor. Was haben Sie denn?
Brinkmeier. Ick bin jeſtern abend beſtohlen worden.
Direktor. So gehn Sie doch auf die Polizei. Was geht mich denn das an?
Brinkmeier. Jawohl, aber det Bürſchken jehört zu Ihre Jerichtsbarkeit.
Direktor. Was ſoll das heißen?
Brinkmeier. Nanu, et is'n Jymnaſte.
Direktor. Können Sie das beweiſen?
Brinkmeier. Allemal, Herr Direktor.
Direktor. Wen haben Sie im Verdacht?
Brinkmeier. Verdacht is nich. Jefaßt habe ick ihn.
Direktor. Wen denn?
Brinkmeier. Et is der Witwe Tillmann ihrer....
Direktor lentſetzt aufſpringend). Robert Tillmann?
Brinkmeier. Ganz recht.
Direktor. Menſch, das lügen Sie!
Brinkmeier. Allen Reſpekt, Herr Direktor— aber det muß ick mir doch verbitten.
Direktor. Robert Tillmann! Wie iſt das möglich?
Brinkmeier. Der junge Tillmann verkehrt ſchon lange in meinem Lokal.


