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Der Gymnasialdirektor : Schauspiel in vier Aufzügen / von Eugen Zabel und Alfred Bock
Entstehung
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Frau Tillmann. Ich werde ſelbſt mit Ihnen gehen. Frau Brand. Sie ſind zu gütig.(Beide ab.)

Vierter Auftritt. Robert. Paul.

Robert. Du wenn's herauskommt, der Spaß mit den Mäuſen kann Dir noch vor Thoresſchluß den Hals brechen.

Paul. Ach was! Der Becker ſagt keinen Ton. Der iſt froh, wenn wir ihm das Leben laſſen.

Robert. Und dabei läufſt Du ſeiner Tochter nach.

Paul(mit komiſchem Pathos). Weil ich ſie liebe. Und darauf kann ſie ſich was einbilden.

Robert Kroniſch). Du biſt jedenfalls eine gute Partie.

Paul. Nun ja, ich habe überhaupt Glück bei den Weibern.

Robert. Hat Dir nicht auch die dicke Brinkmeier ihre Huld geſchenkt?

Paul. Die Frau von unſerem Gaſtwirt? Na, ich danke ſchön. Die olle Schmierlieſe! Gehſt Du übrigens heut abend mit zu Brinkmeier?

Robert. Ich weiß noch nicht vielleicht.

Paul. Du hör' mal. Dem Kerl möchte ich zu gern noch'nen Streich ſpielen, bevor ich abrücke.

Robert. Was hat Dir denn der Mann gethan?

Paul. Paß mal auf. Ich trinke wöchentlich meine zwölf Seidel bei ihm.

Robert. Reicht das?

Paul. Na, ich nehme den Durchſchnitt. Das macht pro Jahr 624 Seidel.

Robert. Stimmt.

Paul. Und in drei Jahren 1872 Seidel. So lange verkehre ich bei Brinkmeier.

Robert. Ich habe keine Ahnung, was Du wieder ausheckſt.

Paul. Bei jedem Glas Bier hat mich der Kerl durch ſein Spritzen um etwa fünf Pfennige betrogen. Fünf mal achtzehnhundertzweiundſiebzig Pfennige.