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Robert. Macht dreiundneunzig Mark und achtzig Pfennige. Paul. Ganz recht und die muß er wieder rausrücken. Robert. Hinausprügeln wird er Dich.
Paul. Handgemein werden mit dem Kerl? Giebt's garnicht!(Er ziehr den Wachsabdruck eines Schlüſſels aus der Taſche.) Sieh' mal!
Robert(betroffen). Wie kommſt Du dazu? Das iſt ja der Wachsabdruck eines Schlüſſels?
Paul. Direkt von Brinkmeiers Geldſchublade genommen.
Robert. Sonnenberg, Du biſt ein großer Hallunke!
Paul. Na ja, ich ſtelle meinen Mann.
Robert. Ein Glück, daß Du den Schlüſſel nicht machen kannſt.
Paul. Nicht wahr? Das wäre ſo ein Geſchäftchen für Dich?
Robert. Ich ſchlage Dir gleich eins hinter die Ohren.
Paul. Wetten, daß Du den Schlüſſel nicht fertig kriegſt?
Robert. Ach, laß mich ungeſchoren.
Paul. Wetten?
Robert. Ich mag nicht.
Paul. Jawohl. Können iſt Trumpf.(Zeigt einen Schlüſſel.) Sieh mal her. Ich habe da ſchon ſo'n Ding mitgebracht. Aber das klappt noch nicht mit dem Bart. Die Sache iſt gar nicht ſo einfach—
Robert. Du verſtehſt's! Sogar furchtbar einfach.
Paul. Jawohl, für'n Schloſſermeiſter.
Robert. Du haſt gar keinen Schimmer.
Paul. Du aber auch nicht.
Robert(ärgerlich). Gieb' mal her.
Paul. Aber wiedergeben, Tillmann.
Robert(nimmt ihm den Abdruck aus der Hand). So'ne Kleinigkeit.
Paul. Na, ich laß mich hängen, wenn Du den Schlüſſel fertig kriegſt.
Robert. Ich werd Dir's beweiſen. Aber bilde Dir nicht ein, daß Du ihn in die Hand bekommſt.
Paul. Davon iſt ja gar keine Rede.
Robert(ſchraubt einen kleinen Schraubſtock an den Tiſch feſt, zündet eine Spirituslampe an, holt allerlei Werkzeuge aus dem Schrank).


