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Der Gymnasialdirektor : Schauspiel in vier Aufzügen / von Eugen Zabel und Alfred Bock
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Schüler. Der ſagt immer:Der Direktor Schmidt ſchafft ſich den Gehorſam mit den Ang gen, hat er geſagt.

Direktor. Wenn das der Fall wäre, hätten Sie mir ſchon längſt anſehen müſſen, daß meine Zeit koſtbar iſt. Ich werde die Sache im Auge behalten.

Sonnenberg. Ich verſtehe den leiſeſten Wink und gehe ja ſchon. Alſo vergeſſen Sie meinen Paul nicht, Herr Direktor. Und nun Adieu und danke auch vielmals.

Vierter Auftritt. Direktor(allein). Nachher Friebel.

Direktor(ſtützt den Kopf in die Hand).

Friebel. Herr Drekter.

Direktor. Was wollen Sie, Friebel?

Friebel. Es iſt jemand draußen, der Sie

Direktor. Schon wieder! Aber Sie wiſſen doch, ich will jetzt nicht geſtört ſein.

Friebel. Ja aber..

Direktor. Ich muß mir ausbitten, daß meine Sprech⸗ ſtunde nachmittags zwiſchen vier und fünf Uhr einge⸗ halten wird. Merken Sie ſich das, Friebel. Halten Sie mir jeden unnützen Beſuch vom Leibe. Ich bin ſchon vorher geſtört worden. Wer iſt denn jetzt wieder da?

Friebel. Es iſt eine Dame, Herr Drekter in Schul⸗ angelegenheiten.

Direktor. Ich kann auch darauf keine Rückſicht nehmen. (ſtreng.) Hören Sie auf das, was ich Ihnen ſage.

Friebel. Das thue ich ja. Aber wie ich ihr ſagte, der Herr Direktor ſind nicht zu ſprechen, traten ihr die hellen Thränen in die Augen. Und da that ſie mir ſo leid. Ich konnte wirklich nich

Direktor. Wie iſt denn der Name.

Friebel. Den hat ſie mir nicht geſagt.

Direktor. Nun meinetwegen, laſſen Sie die Dame

eintreten.(Klappt ungeduldig das Manuſkript zu und geht mit langen Schritten im Zimmer auf und ab.)

Friebel(geht ab, gleich darauf tritt Frau Tillmann ein).