12 Lahnhof.
aus dem hintern verlegt wurde, befindet sich nach der land- läufigen Annahme die Quelle der Lahn. In dem viereckigen ausgemauerten Loche sieht man einen ziemlich kräftigen Wasserstrom aus der Erde quellen, der selbst in trockener Jahreszeit nie ganz versiegt. Augenscheinlich sammelt sich, da das Forsthaus in einer Senke liegt, nach diesem Punkte das von der amphitheatralisch sich aufbauenden Stiegelburg her- abfliessende Wasser, um hier als Quelle hervorzutreten. Aus dem Keller wird es in den zwischen Forsthaus und Backhaus etwa 1 m tiefer gelegenen Teich geleitet, aus dem es dann durch die Wiesen nach Westen abströmt. Immerhin ist die Quelle so stark, dass sie zur Berieselung einer bedeutenden Fläche ausreicht und, wo sie sich weiter abwärts sammelt, schon einen kräftig strömenden Bach bildet. Dennoch wird man, wenn man den hinter dem Backhaus abwärts führenden Pfad verfolgt und nach 10 Min. die Strasse erreicht, den Ein- druck haben, dass das Thal, welches an dieser Stelle von Süd- westen einstösst, sowohl die längere Entwickelung als die grössere Wassermasse hat, wenn auch das Gefälle nicht so stark erscheint. Es setzt sich dieser Wasserlauf schon aus verschiedenen Bächen zusammen, welche ihr Wasser von den südlich liegenden Waldhöhen beziehen, und scheint wohl ge- Rene der angeblichen Lahnquelle ihren Anspruch streitig zu machen.


