Die Schülerzahl belief sich aus den einzelnen Abteilungen auf:
I. Erweiterte Handwerkerschule: a) Tagesschule: 1. Im Wintersemester 16 Schüler 2. Im Sommersemester 7 Schüler b) Abendschule: 1. Allgemeine Klasse 31 Schüler 2. Modellierklasse 7 Schüler II. Sonntag-Zeichenschule: 1. I. Abteilung(Barthel) 47 Schüler 2. II. Abteilung(Dr. Molly) 48 Schüler 3. III. Abteilung(Hug) 43 Schüler Gesamt-Schülerzahl 199 Schüler
Gegenüber dem Vorjahr 1883/84 ergibt sich ein Zuwachs von 48 Schü- lern. Der Besuch des Unterrichts in den einzelnen Klassen war durch- schnittlich regelmäßig. Die Versäumnisse in der Sonntagsschule waren meistens durch ungünstige Witterung bedingt, dagegen ist es auffal- lend, daß die in Gießen wohnenden Schüler öfter zu spät kamen, was bei den Schülern aus den umliegenden Ortschaften viel weniger vor- kommt.
Wie aus der Zusammenstellung der Schüler hervorgeht, sind die einzel- nen Abteilungen der Sonntagsschule weit überfüllt, so daß ein Teil der Schüler kaum mehr Platz zur Arbeit finden kann, trotzdem das Biblio-— thekszimmer sowie das Büro des Unterzeichneten zu Unterrichtszwek- ken hinzugezogen wurden. Es wäre im Interesse der Schule sehr zu wünschen, noch ein weiteres Lokal zu erhalten, da wegen Mangel an Platz kein Schüler mehr Aufnahme finden kann; zudem ist das von Lehrer Barthel bis jetzt benutzte Lokal im Nebengebäude für Unter- richtszwecke sehr beschwerlich.
Bezüglich der Schullokale muß erwähnt werden, daß namentlich der Saal des Unterzeichneten einer gründlichen Reparatur bedürfte. Der Fußboden ist an verschiedenen Stellen ganz durchgetreten, der Ofen hat stark Not gelitten, die Wände und namentlich die Decke dürften frisch getüncht und geweißt werden. Die Fenster sind zum größten Teil schlecht schließend.
Wegen der großen Schülerzahl in der Abendschule mußte der Unter- richt in 2 Abteilungen durch den Unterzeichneten erteilt und daher der zweite Saal(Dr. Molly) mit Gas versehen werden. Voraussichtlich und den schon geschehenen Anmeldungen zufolge, wird der Besuch des Abendunterrichts noch stärker besucht werden als im verflossenen Winter, so daß nicht nur beide Säle an 4 Abenden in Anspruch ge- nommen werden müssen, sondern sich auch die absolute Notwendigkeit
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