Enzyklopädie der Bergwerkskunde“ Prof. ext raord. Dr. Blumhof 9- 10 Uhr viermal wöchentlich
Mineralogie, besonders in Rücksicht auf Technologie“ 2-3 Uhr dreimal in der Woche
Außerdem: Vorträge über die Geschichte der Künste und Handwerke
In der Nr. 50 vom 4. Okt. 1820 wird angekündigt:
Technologie, verbunden mit Besuchung
der wichtigsten Werkstätten und Fabri-
ken der Stadt Gießen“ Prof. ext raord. Dr. Blumhof 9- 10 Uhr viermal wöchentlich
Im 88 1824(veröffentlicht im Großherzogl. Regierungsblatt Nr. 21. vom 9. April 1824) ist Blumhof noch einmal mit einer interessanten Vorlesung vertreten; neben ihm kündigt auch Liebig erstmals eine Veranstaltung an:
„Okonomisch-technologische(oder ange-
wandte) Mineralogie“ trägt vor nach sei-
nem Lehrbuch(erschienen 1822 bei Varren-
trapp in Ffm) Prof. ext raord. Dr. Blumhof um 2 Uhr viermal wöchentlich
Allgemeine Hüttenkunde“ (in noch zu bestimmenden Stunden)
Experiment alphysik“ Prof. Schmidt Chemie“ Experimentalchemie“ Prof. Dr. Liebig
In den wenigen Jahren seiner Lehrtätigkeit an der Gießener Universi- tät kämpft Blumhof beharrlich um die Aufbesserung seiner Stellenzu- lage, vor allem aber strebt er die ordentl. Professur an. Hatte er hin-— sichtlich des Salärs einen bescheidenen Erfolg, so blieb ihm die Er— nennung zum Ordinarius versagt, vor allem, weil man den von ihm vertretenen technologischen Disziplinen noch keine größere Eigenstän- digkeit zugestehen wollte, allerdings auch, weil sich gezeigt hatte, daß die Veranstaltungen Blumhofs nur schwach besucht wurden. Positiv wurde damals vermerkt, daß er eine technologische und bergwerkswis- senschaftliche Modellsammlung aufgebaut und betreut hat.
Gleichwohl wäre Blumhof wohl auf lange Sicht auch die ordentliche Professur nicht vorenthalten worden, hätte ihm nicht der Tod die rüh-— rige Feder aus der Hand genommen und seinem Wirken ein Ende ge— setzt. Am 9. Mai 1825 starb Prof. Blumhof, und es trat zunächst ein
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