Als er in den ersten Julitagen des Jahres 1847 mit dem Postwagen aus Gießen abfuhr, um in der Kopfstation Lang-Göns die Eisenbahn nach Mainz und weiter nach Rotterdam zu erreichen, verließ er den Ort seiner Jugend endgültig. Wenn er nicht in Übersee landete, son- dern in der alten Welt blieb, um noch einen bedeutenden Weg zurück- zulegen, so muß das Wohl- seiner Natur entsprechend- eine glückli- che Fügung genannt werden.
Diese Fügung wird auf einer Votivtafel sehr treffend mit einem Wort aus Vergils"Georgicau(2,490) ausgedrückt, einem Geschenk der Reichstagsfraktion der SPD zu Liebknechts 70. Geburtstag im Jahre 1896: Felix, qui potuit rerum cognoscere causas“("Glücklich, wer die Ursachen der Dinge zu erfassen verstand).
Wesentliche Teile des Vermögens, die Ursache der Dinge zu erfassen, sind Wilhelm Liebknecht während seiner Schüler- und Studentenzeit in Gießen erwachsen.
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