Druckschrift 
Christliche Leichpredigt, Von der Liebhaber Gottes unaußsprechlicher Himmels-Freude, Bey ansehnlicher Volckreicher Leich-Begängnus, Der Weyland Wohl-Edlen viel Ehr und Tugendreichen Frawen Maria Modesta D'Orville, Des auch Weyland Wohl-Edel, und Hochgelehrten Herrn Friederich D'Orville, Nachgelassener Wittib : Welche Den 18. Januarii, des 1665. Jahrs zu Heidelberg Selig in ihrem Erlöser Christo entschlaffen, und darauff den 23. im Chor der Kirchen zu S. Peter ganz Christ- und Ehrlich zur Erden bestattet worden / Gehalten, und auff begehren in Truck verfertiget Durch Marcum Floccenium, Pfarrern zu H. Geist daselbst
Entstehung
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Chriſtliche Keichpredigt.

1 Wirtenberg /ferners zu Nurenberg auffgehalten. Von dannen Ihr

Her: Patter nach einer zimlich langen zeit ſeine Fkamiliamzu ſich na⸗ cher Bremen/ daſelbſt er ſich damahlen befunden erfordert/ ſich endlich nach den Niederlanden begeben/ und die Seinige ferners dahin zu ſich gezogen. In allen welchen Reiſen und veränderungen Sie ſo wohl Ihrer Fraw Mutter als beyden Eltern zuſammen/ zu mahlen bey der von Ihnen an denen Orten hernach angeſtelter Haußhaltung/ eine groſſe huͤlff und troſt/ auch eine rechte Zierde des Hauſes/ und bey Je⸗ derman in ſonderbarer achtung und liebe geweſen iſt. Im Jahr 1628. hatſie ſich mit conlens und rach ihrer lieben Eitern ehelich verlobt mit Hern Friderich D'Orville, welcher damah⸗ len der au fferziehung und information des Chur Printzen Herten Friderich Henrichs deſignirten Koͤnigs zu Boheimb/ neben andern vornehmen Perſonen verordnet geweſen/ mit demſelben deny. Pecemb. ins Gravenhag Hochzeit gehalten/ und biß in das Jahr 1641. in groſſer lieb und ſriedlicher Ehe gelebet: da ſie durch den toͤdtlichen hintritt ih⸗ res Hertzlieben Ehe⸗Herten in groſſe betruͤbnus und trawrigen Witt⸗ wenſtand geſetzt worden iſt /in welchen ſie auch verharret/ und ihr nichts hoͤhers und mehrers angelegen ſein laſſen/ als wie Sie die Ihr hinder⸗ laſſene Kinder in warer Gottesforcht/ guten wiſſenſchafft und tugen⸗ den ihrem verſtorbenen Ehe⸗Herꝛen und Geſchlecht zu ehren erziehen und auffbringen moͤchte. Wie Sie dan in wehrender ihrer Ehe/ mit Ihrem Ehe⸗Herten erzeuget Sechs Kinder/darvon die erſte ein Sohn und Tochter zeitlich in ihrer Ingend in Niederlandt verſtorben/ in Anno 167 denz. Octobris hat Sie ihren damahlen elteſten Sohn Friderich durch den zeitlichen todt alhier/ und in verſchienenem Jahr den t3. Martitihre Tochter Fraw Suſannam Burckhardin verlohren/ daß alſo noch in dem leben zween Soͤhne/ davon der erſte Her: Johann Joachim Gräffticher Iſenburgiſcher Rath hochbetruͤbt alhier zugegen/ der ander Her: Jacobus Ihrer Fuͤrſtlichen Durchl. zu Zweybruͤcken Secretarius anjetzo auff dem Reichstag zu Regenſpurg abweſend iſt. Nach deme aber Ihr Her: Vatter von der jeniaen Legation/ ſo er eine gute zeit wegen Koͤnialicher Mayeſtaͤt zu Schweden bey den Herten Staden General in Niederland verſehen ſich abgethan/ und mit ſeiner Wohnung naher leiden und Groͤningen begeben/ iſt Sie mit ihrem Haußweſen auch gefolget/ und nach deme Ihre Fraw Mutter nachz Groͤningen dieſes zeitliche Leben verlaſſen/ hatſie ſich bey ih⸗ tem Herin Vatter in ſeinem Hauß eine zeitlang auffgehalten/ und ihme di Haußhaltung verſehen Als