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Die Liebe Sottes des Vatters/ der Friede Jeſu Chriſti ſeines Sohns/ und die Gemeinſchafft des Heiligen Geiſtes/ ſeye und verbleibe mit uns allen/ jett und in Ewigkeit/
Amen
Ndächtige in Gott/ was vor zeiten Boas, ein fürnehmer Mannin ethlehem, und einer von Chriſti Vor⸗Eltern
zn der Ruch ſagte⸗ Die gantze Statt meines Volcks weiß/ daß du ein Tugendſam Weib biſt/ wie wir leſen im Buͤch⸗
ein Ruth amz. cap. verſ. n. Eben das mogen wir durch hnung und fuͤgliche zueigung von unſer in Chriſto ſeelig verſtorbenen Mitſchweſter/ der Weyland Wohl⸗Edlen/ viel Ehr und Tugendreichen Frawen Maria Modeſta DOrville, des anch Weyland Wohl⸗ Edel/ Beſt und Hochgelehrten Herin Friederich DOrville nachgelaſſener Wilttiben/ mit gutem grunde der Warheit/ annoch wohl ſagen/ die ganhe Statt Heidelberg weiß/ daß dieſelbe bey ihren Lebzeiten eine tugendſame Gottſelige Matron geweſen iſt ·
Nun dieſelbe hat der liebe Gott nach ſeinem heiligen unwan⸗ delbaren Rath und ätterlichen Willen/ vor wenig Tagen durch den zeitlichen Todt von dieſer betruͤbten Welt abgefordert/ und zu ſich der Seclen nach in ſein ewig Himmelreich verſeset: dero Todtsverbliche⸗ nen Leichnam aber haben wir bey gegenwertiger anſehnlicher Begaͤng⸗ nus und Volckreicher Verſamblung zn ſeinem Ruhebettlein begleitet/ ihn hieſelbſt/ auff hoffnung einer froͤlichen Aufferſtehung an jenem Ta⸗ ge/ der Erden Muͤtterlichem Schoß anzubefehlen/ und alſo der in Gott ruhenden die lete Ehr und ſchuldige Liebedienſte Chriſt⸗gebůhrlich hiermit zu erweiſen. Auff daß wir aber bey ſolcher gelegenheit nicht
ohn nnterrichtung und Troſt Goͤttliches Wortes moͤgen von einander ſcheiden/ als wollen wir auch fur dißmal in Gottes Heiligthumb uns begeben und ein kurßes Spruͤchlein von der im Himmel bereiteten uͤber⸗
ſchwencklich groſſen Herzligkeit deren die Gott lieben/ worin unſere 1 ſelig
eine zulaͤſſige entle


