48 Abdanckung. ſich behůͤlfflicherwieſen/ gegen ihren Eh⸗Herm/ Haußgenoſſen und andere Angewandten Sorgfaͤltig und treulich. Und nach⸗ dem es endlich ihrem GDttgefallen ſie abʒufordern/ hat ſi ſich deſſen Willen gern ergeben/ ihr Hauß beſtellet/ ihre Seele Chri⸗ ſto ihrem Erlöſer zu treuen Haͤnden empfohlen/ und hateine ſelige Hinfarth auß dieſem ʒeillichen ins ewige Leben gehalten.
Was aber bemuͤhe ich mich der hellen Mittags⸗Sonneei⸗ ne tunckele Fackel vorzutragen? Was unternehm ich mit meiner ſchlecht gefaſten Rede das hohe Lob der ſeligſt Verſtor⸗ benen vielmehr ʒu hemmen als zu befordernꝰ? Es iſt ohne mein ferners Sagen ihr wolverdienter Ruhm der Ewigkeit bereitet/ der wird hienieden bey uns ſo lang gelten/ als lang rechtſchaffene G Ottes Forcht und ungefaͤrbte Tugend bey tapfferen Chri⸗ ſien wird ſchaͤtzbar geachtet werden; droben geneußt die frohe Serl diejenige Freud/ ſo allen denen bereitet iſt/ die in ihrem Leben und Wandel treu erfunden worden. Ich ſchreite vielmehr zu dem/ weßwegen ich vornemſich heꝛfur getretten bin/ und ſage einem fuͤrnehmen Tꝛaur⸗Um̃ſtand/
im Namen deß Hert⸗betruͤbten Heren Wittibers/ und angchoͤ⸗
riger Leidtragender ſaͤ̃tlicherFreundſchafft ſchuldigen Danck/ daß derſelbe ſich gefallen laſſen wollen/ mit Hindanſetzung ho⸗ her Am̃ts⸗ und anderer Haͤußlichen Geſchaͤfften/ bey gegenwaͤr⸗ tiger Traur zu erſcheinen; wienun darauß die ſaͤ̃tliche Leyd⸗ tragende deſſen hohe Gemuͤhts⸗Neigung beſier maſſen verſpuͤh⸗ ret/ als ſchöpffen ſie darbeneben einen krafftigen Troſt/ und werden ſolche Wilfärigkeit allezeit zu preiſen ſich ernſies Fleiſſes laſſen angelegen ſchn; bitten dabey den Hochſten/ er wol⸗ ie Sie allerſeies fͤm̃tlich/ und einen jeden inſonderheit/ fur der⸗ gleichen Traur⸗Fallen gnadig behten/ hergegen mit gutem Gʒlůͤck von oben uͤberſchůͤtten/ daß bey ihner frolichen Begeben⸗ heiten Sie moͤglich ſie Dienſte zu enweiſen/ Urſachund Gele⸗ genheit nehmen moͤgen. EPI
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