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Auß dem28. Pſalm. b.i6. 7. 18. 27 ſelbig kan mit freudigem Muht ſpraͤchen: Ja/ ein groſſer Sůͤn⸗ der bin ich/ das iſt wahr/ die Suͤnde ſchroͤcket mich/ das fuhl ich leyder! wol; Ich foͤrchte mich vor GDit/ und ſeinem ſtren⸗ gen Gericht. Iber deſſen troſte ich mich: daß GOtt meine Suͤnde weggenommen und vergeben hat. Zwey Dinge weiß ich/ zwey Stuck glaube ich. Meine Suͤnde druͤcket mich: Gottes Zorn ſchroͤcket mich: dargegen glaub ich/ daß GDtt genaͤdig/ Chriſtus J Eſus Leutſelig und freundlich/ der ſpricht zu mir und allen armen Suͤndern: Kom̃t her zu mir/ alle die ihr můheſelig und beladen ſeyd/ Ich will euch erquicken/ Matth. u.v.28. Von ſolchem herꝛlichen Troſt/ welchen ein Bußfertiger Suͤnder auch in der Todes⸗Angſt in ſein Hertz faſſen kan/ ſaget der ſeelige Mann Lutherus im Buͤchlein von der Privat- Meſſe: Ein Suͤnder bin ich in mir ſelbſt auſſer Chriſto: kein Suͤnder bin ich in Chriſto auſſer mir ſelbſt/ dann er hat meine Sůnde vertilget durch ſein heiliges Blut/ da zweif⸗ fel ich nicht an/ darauff hab ich Tauffe/ Abſolution und Sa- cramenta, als gewiſſe Siegel und Brieffe. Und das iſt es/ wohin der H. Apoſtel ʒielet/ und alſo feſt ſchleußt: Ich bin ge⸗ wiß/ daß weder Tod noch Lben/ weder Engel noch Fuͤrſten⸗ thum/ noch Gewalt/ weder gegenwartiges noch zukuͤnfftiges/ weder Hohes noch Tieffes/ noch keine andere Creatur uns ſchei⸗ den mag von der Liebe Gttes/ die in Chriſto JEſu iſt/ un⸗ ſerm HErm/ Roͤm. 8.v. 38. 39.
Und daſſelbe iſt auch unſerer in GDtt ruhenden Chriſtli⸗ chen Mit⸗Schweſter einiger Hertzens⸗Troſt geweſen/ da ſie der getreue GOtt in dieſem můͤhſamen Leben/ auch Einſam⸗ keitt Jammer und Elend/ Angſt und Noth erfahren laſſen/ daß ſi deßwegen auß dem erklaͤrten. wol hat klagen muͤſſen:
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