2 Chriſtliche Leich⸗Predigt/ dergleichen Angſt die Iſracliten uͤberficl/ als ſie di KinderAm̃on ͤberzogen/ B. Richter 0. v. Oder/ wie der Ho Prieſter in groſſen Aengſten geweſen/ da Heliodorus den empel be⸗ rauben wolte/ ⁊. Maccab.ʒ. v.16. Es iſt ein innerliche/ ſchre⸗ ckend und truckende Scelen⸗Angſt/ von welcher auch David ſaget im 4ʒ. Pſalm v 4· Mein Geiſt iſt in mir geaͤngſtet/ mein Hertz iſt mir in meinem Leibe verzehret/ welches nicht von na⸗ tůrlichen Urſachen herkom̃t/ ewann auß Enge deß Hertzens/ oder auß Menge deß Geblůts/ ſondern auß Bangigkeit der See⸗ len/ welche geklemmet und angefochten wird Solche empfand der heilige Hiob/ der von Gott ſelbſten ein Zeugnůß der Froͤm⸗ migkeit hatte/ da er klaget/ die Pfeile deß Allmaͤchtigen ſtecken in mir/ derſelben Grimm ſaͤufft auß meinen Geiſt/ und die Schreckniß GDttes ſind auff mich gerichtet/ Cap.. verſ 4. Darum̃ muſter reden von der Angſt ſeines Hertzens/ und her⸗ auß ſagen vom Betruͤbniß ſeiner Seelen c.7.v. u. In dieſer Angſt⸗Gruben ſaß recht der Mann GBttes/ da der Tenffel ein Todten⸗Baar/ wie Tertullianus von ihm redet/ an ihm zurichten wolte/ woruber er Angſt und Schmertzen erlitten. Wie ungeberdig ſtellet ſich Hißkia in ſeiner Kranckheit/ darinn er ohne groſſe Angſt nicht geweſen. Er kruͤmmete ſich wie ein Wurm/ winſelte wie ein Kranich oder Schwalbe/ und girꝛete wie ein Taube/ und um̃ Troſt war ihm bange/ wie er ſelbſt ge⸗ ſichet/ beym Prophet Eſaia amʒs. v. 14.7. Der außerwaͤhlte Ruͤſtzeug Gottes bekennet von ſich/ er habe an ſeine liebe Corin⸗ ther geſchrieben in groſſer Truͤbſal und Angſt deß Hertzen mit viel Thraͤnen /2. Corinth. 2. v. 4. Iſt dieſe Seelen⸗Angſt den Heiligen Gottes begegnet/ ſo laß dich nicht befrem̃den/ da dich auch dieſelbe uͤberfallen ſolte ſonderlichen in der letzten Noch/ und in dem Todes⸗Kampff. Sch an und betrachte das S pe
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