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8 Chriſtliche Leich⸗Predigt/ ſich wol geuͤbet/ darff er ſich nicht zum Kampf wagen. Tag und Nacht muͤſſen wir uns auffhalten in quadam Scriptura- rum palæitra in einem geiſtlichen Kampf⸗Plan/ Gottes Wort andaͤchtig zu erwegen/ damit wann der Feind ſich an uns
machen wird/ wir demſelben unerſchrocken aus Gottes Wort
entgegen ſtehen koͤnnen. Sagt demnach eine glaubige ſtreitende
Stele: Lehre mich O GOTT allhierecht ſtreiten/ wider mei⸗
ne Feind zu allen Seiten/ daß ich ſelbe glaubig uͤberwinde/ und den rechten Sieg im Himmel finde.
Endlichen werden auch fromme Hertzen vorgeſtellet als Elende/ uͤber welche alle Wetter gehen/ Eſai. ʒ4. v. u. wie ein Baum auff freyem Feld viel Anſtoß hat von Winden undlUn⸗ gewittern/ von voruͤbergehenden Menſchen und Vich: Allſo der elende Menſch von allem Creutz und Ubel Anſtoß ʒu erleiden hat daß deſſelben Leben/ wie kurt es auch iſt/ iob billich nennet/ voll Unruhe/ Hiob 14. v.i. Frage nach den Kindern GOttes von Adam biß hieher/ ob ſie gehabt Freud ohne Leid/ Frieden ohne Uneinigkeit Ruh ohne Forcht/ Geſundheit ohne Schwachheit/ Liecht ohne Finſternůß /Lachen ohne Trauren/ ſie werden gewißlich aus einem Munde antworten: An Trau⸗ ren und Trubnis/ an Jammer und Elend hats unß nicht gemanglet/ nach dem bekanten Schlußder Apoſten: Durch viel Trubſal muſſen wir in das Reich Sottes gehen/ Apoſt. Geſchicht.i4. v.⁊x. Und gleich wie ſolch Elend durch das gantze menſchliche Leben hindurch gehet: Alſo bleibet es auch nicht
aus in dem letzten Todes⸗Kamfpf/ da es heiſſet: Niemand wid gekroͤnet/ er kaͤmpffe den recht/ ꝛ. Timoth. ⁊. v. 5. Werhier wol auſhaͤlt/ der kompt dorten glůcklich an/ und weram letzten daniederiigt/ wird dorten ewiglich liegenbleiben. Deſwegen ſo ſeufftzet und betet eine glaubige Seele: Iſt allhier des Elen⸗
des


