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Leich⸗Predigt. 3 ner/ Widertaͤuffer und Armenianer wieder herfur geſucht haben/ dann ber Gerechten Seelen ſind in der Hand Gottes und werden getroͤſtet raͤfftiglich/ ſie genieſſen des Friedens/ wie droben erwehnet worden. Iſt demnach ungegruͤndet und falſch/ was der gelehrte H. Grotius über znſern Text angemercket von den Gelehrten und Weiſen/ die die Wor⸗ e /ſie ruhen in ihren Vam mern von des Menſchen Geiſt der in ge⸗ wiſſen Oertern/ die Gott bekand/ ruheten/ ausgeleget/ und daß nur der gemeine Mann es von dem Leibe verſtanden habe. Wir halten uns aber dabey nicht auff. So ſehe ich auch nicht Noth zu ſeyn/ hier⸗
aus der Papiſten ertichtetes Fegfeuer zu widerlegen. Qual und Ru⸗ he/ Friede und Pein/ koͤnnen nicht beyeinander ſeyn. Nun ſagt ja ber Jeſalas/ die Gerechten kommen zum Friede/ und ruhen in ihren
Kammern/ und weis alſo nichts vom Fegfener/ das haben die From⸗ nin genug auff der Welt/ und waͤre ihnen der fruͤhe Todesfallgewiß⸗
ſch kein frölicher und herrlicher Fall/ wann ſie ins Fegfeuer muͤſten.
Weg dann mit dieſem Maͤhrlein/ wir achten nichts darauff/ wol aber uff das veſte prophetiſche Wort/ ſo hier ſtehet/ das iſt der Serechten
Troſt im Leben/ Leyden und Sterben.
Dieſen Troſt hat auch jederzeit gehabt unſer Seel. Herr Mittbru. Applic. ad
ger/ und iſt auch in ſeiner Hoffnung nicht zu Schanden worden. Wir B. defun-
aben an ihmzwar viel verlohren(x) er aber hat nichts verlohren/ ctum ndern viel gewonnen. Der Welt und unſerm lieben Vatterlandt
Jãtte er noch lange/ auch inhoͤhern Aemptern/ mit denen ihme von Gott ungemeinen verliehenen Gaben/ nuͤtzlich dienen koͤnnen. Aber eben 1 nrumb hat ihn unter andern auch Gott etwa fruhezeieig ſterben laſſen/ 3 keil er in ſeinen Gaben bald vollkommen worden. Der Zweck unſe⸗ i ur Jahre iſt/ gottliche Weißheit in Erkantnus des Heyls/ und ein Zeil. Leben. Dem hatder liebe Mann eyferig nachgejaget/ und mit*— Jauloalles füͤr Schaden geachtet gegen der überſchwencklichen Ertant Phil
us Chriſti Jeſu/ſeines HErrn. beydes hater auch erlangt. Darum htihn Gott zu ſich gelangt/ aus groſſer Liebe/und fuͤr dem Ungluck⸗ ßyuns noch vermuthlich bevorſtehet/ weggerafft. Noch eines iſt uns 3 rig/ daß wir von ihm hoffen/ nemlich/ daß gleich wie er in ſeinem.
kben ein getrener Vorbitter bey Gott vor die gantze Kirche geweſen/ bauch noch im Himmel neben andern vollkommenen Gerechten fort⸗ 3
ſhre fuͤr uns zubeten. (M


