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30 Chriſtliche werden leben/ und mit dem Leichnam aufferſtehen. Wa⸗ chet auffund ruͤhmet/ die ih ligt unter der Erden/ denn dein Thau iſt ein Than des g In Anſehung deſſen kan ein Gerechter frolich fterben und mit David ans dem. Pſal. v. 9. ruͤhmen: Ich liege und ſchlaffe gantz mit Frieden/ denn al⸗ lein du d Err hůffeſt mir/ daßich ſicher wohne. Er ruhet von aller ſeiner Arbeit/ Creut/ Verfolgung/ Ungemach/ oder empfindet doch von allem nichts. Wer wolte ſich dann über das Sterben be⸗ truͤben? Wer wolte nicht gern froͤlich ſterben? Einem jeglichen Din⸗ ge iſt wol/ wanns ruhet in ſeinem Urſprung. Warnmb wolte man nicht die Ruhe wuͤnſchen? Der Leib hat in der kůhlen Erd ſeine Ruhe daraus iſt er genommenund dazu mus er wieder werden. Ein Tag⸗ loͤhner ſehnet ſich nach dem Schatten und der Abend⸗Ruhe. Nun ha⸗ ben wir hier keine bleibende Stadt/ ſondern ſuchen die zukůnfftige/ das himmliſche Jernſalem/ da ruhen wir recht aus. Warumb wolten wir dann ncht gern ſterben/ daß wir zur Ruhe kemmen. In der Welt iſt doch keine Ruhe/ und bleibet es bey dem Ausſpruch Htobs. eap. 14 1. Der Menſch vom Weibe gebohren/ lebet eine kur⸗ ge ðeit/ und iſt voll Unruhe. Bald verunruhigetihn ſeine Sůn⸗ de/ daß er mit David fuͤr Unruhe ſeines Hertens heulet. Bald ver⸗ unruhiget ihn die Welt/ auffallerley Art und Weiß/ daß er ſeuffzet und klaget: Ich werde geplaget taͤglich/und meine Plage iſt alle Mor⸗ gen da. Der Teuffel als derErtz⸗Frieden⸗Stsͤrer und unruhige Geiſt ſucht bald hier/ bald da den Menſchen zu turbiren. Aber im Grabe ri⸗ het man/ und da muß einen jedermannzu frieden laſſen. Je eher man dann ſtirbet/ je eher kom̃t man zur Ruhe. Darnmb laffet uns den vod nicht foͤrchten/ er bringet unszur Ruhe und zum Frieden. Der Gerechte/ ſpriehr der weiſe Mann/ ob er gleich zu zeitlich ſtirbt⸗ ſo iſt er doch in der Ruhe/ er pauſiret/ gleich einem der ſich aus dem Odem geloffen/ ſtill ſtehet und ſich wieder durch die Ruhe erholet. Doch muͤſſen wir folches nicht von des Gerechten Seele verſtehen und etwa dahin deuten/ als ob dieſelbe emweder im Grabe oder ſonſt in ei⸗ nem gewiſſen Ortſchlaffe/ und nichts fůhle/ ſehe oder vernehme/ wie viele der alten Vaͤtter durch die Vergleichung des Zodes mit dem Schlaff ſich verleiten laſſen/ eine ſolche phychopannychiamund Selen⸗ Schlaff ju glauben/ und dieſen Irrthumb die Phonnianer/ Weigelia⸗ hes
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