18 Chriſtliche Vãttern ſammlen daß du mit Frieden in dein Grab verſam̃⸗
let werdeſt/ und deine Augen nicht ſehen alle das Unglůck
das ich ůber dieſe Stůdte bringen wil. Auff beyderley Weiſe
thut Gott den Gerechten eine groſſe Hnade/ undkoͤnnen demnach die⸗
ſelbe ihr Sterben fuͤr ein Gluck halten/ weil ſie durch den Tod allem
Ungluͤck entgehen. Die Hinterbliebene aber ſollen ihnen ſolch Gluͤck
nicht mißgonnen/ oder wuͤnſchen/ daß ſie die ihrige lͤnger beyſich haͤt·
ten/ ſondern vielmehr daraus erkennen lernen/ die Liebe des himmli⸗
pſ.. ſchen Vatters gegen ſeine glaubige Kinder/ die Er durch den zeitli⸗ chen Ton aus aller Noth heraus reiſſet/ zu Ehren macht/ ſie ſaͤttiget
mit langem Leben und ihnen zeiget ſein Heyl· Der Ausgang und die Erfahrung /inſonderheit bey dieſen ſchrecklichen undüblen Kriegszeiten
lehret manchen/ daß Gott gar wol gethan/ daßer ſein Kind/ Vatter
v. ſ. f. weggenommen/ an deren Ungluͤck und Gefahr er viel groͤſſere Betrubnuͤß wurde gehabt haben/ wann er ſie durch feindliche Hand
haͤtte muͤſſen ſehen jammerlich umbbringen. Erdancket auch ſeinem
Gott darumb/ daß er es ſo wohl mit ihm und den Seinigen gemacht⸗
ꝙſ. vs/ ꝛ· und ſpricht: Wie ſoll ich dem Erin vergelten alle ſeine Wol⸗ . 14. that/ die er mir thut? Ich wil den heilſamen RKelch neh⸗ men und des E RR Mamen predigen. Ichwill
meine Gelüode dem E R RN bezahlen fur alle ſe nem Polch. Der Tod ſeiner Veiligen iſt werth gehaiten für dem
d Errn. Dasthate Hiob/ der als er einen Ungluͤcksboten üͤber den
Hiob · ⁊0 · andern bekam/ ſprach: Der d Err hats gegeben der hERR hats genommen der Name des E R RN ſey gelobet.
So muͤſſen wir auch lernenuns Gott gelaſſen zu erzeigen und ſeinen H,
Rath und Willen mi Danckzuerkennen. Welches zuthun/wir umb
ſovtel deſtomehr Urſach haben/ als gewiſſer wir verſichert ſeyn/ daß
die Gerechte/ Heilige/ und die richtig fur ſich gewandelt haben/ zum
Frlede kommen/ und in ihren Kammernruhen. Welches das dritte e ſt(„) Woraus wir ſehen koͤnnen/ daß den Gottſeligen der Todes⸗ P fall ein herrlicher und recht ſeliger Fall ſeye. Wer wuͤnſchet nicht zu — dieſer böſen und betruͤbten Zeit in Fried und Ruhe zu kommeh? Und ſeuffzet mit David aus dem 3. Pſal- Ach daß ich hoͤren ſolt daß der d Errreder/ daß Er Friede zuſagte ſeinem Volck und
ſeinen Heiligen! Was hat man aber endlich von dem aͤnſſerlichen und
und und
hih
ſul
hier der


