Matth..
eminoſa.
20 Chriſtliche Gott/ 7 nd(wie es David Kimchi alhier wol erklaͤret /) und mit Gott wandlen/ oder ein Goͤttlich Leben fuͤhren/ als mit vielen wande⸗ len auff dem breiten Weg/ derzur Verdammnus abfuͤhret. Dafuͤr behůte uns Gott in Gnaden/ und fuhre uns durch ſeinen guten Geiſt auff ebener Bahn/ auff richtigem Weg der zum ewigen ſeligen Leben fuͤhret! Nun iſt aber Gott bereit uns zu fuͤhren/ laſſet unsnur ihm folgen/ und ſehen auff die Gerechte/ Heilige und die richtig fur ſichge⸗
wandelt haben/ ihr Ende anſchauen/ ihrem Glauben und Wandel
nachfolgen/ und gedencken/ wo dergleichen Leute abgehen/ ſo ſeye es tein gutes omen, wie Jeſatas in unſerm Text zuverſtehen gibt/ aber bey den unverſtaͤndigen und blinden Juden nichts ausrich⸗ ten kunte. Dann da hießes: Der Gerechte kom̃t umb/ und nie⸗ mand iſt der es zu Hertzen neme. Dahero wir an ihrem Scha⸗ denkluͤger werden und gottſeliger Leute Todt recht bedencken/ uͤberlegen und uns zu Hertzen gehen laſſen ſollen. Es iſt nicht genug/ daß wir
oy nw denſelben in Mund nehmenund ſagen/ dieſer und jener fromme Mañ
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iſt geſtorben/ dann das geſchicht ja noch wol/ ſondern es mus der Todt uns ins Hert gehen/ man mus ihm nachdencken/ was Gott damit an⸗ deuten wolle/ daß er dergleichen Leute wegrafft. Was kan man daraus ſchlieſſen? Nichts gutes. Jeſaias ſpricht: Heilige Leute wer⸗ den weggeraffe vor dem Unglůck. So folget auff frommer Her⸗ tzen Abſchied ein Ungluͤck. Der Ausgang der Gerechten aus dieſer Welt iſt ein Anfang des Unglucks/ wenigſtens ein Vorbotte. Wann das Unglůck zum Lande hinein ſiehet/ ſo reiſt Gott die ſeinen aus der Noth! und laͤſt ſie das Land mit dem Ruͤcken anſehen. Wie ein A⸗ ckermann wann er zur Ernde Zeit ein Ungewitter auffſteigen ſiehet/ die beſte Garben zuſammen raffet/ und ſie ins trockene bringt: Oder wie ein Menſch bey entſtehenden Feuers⸗Brnnſt und Kriegslaͤufften feine Kinder und beſte Sachen zuſammen rafft und in Sicherheit bringet: Alſo machts Gott auch mit ſeinen Kindern/ wie ſolches aus vie⸗ len Exempeln erhellet. Da der HErr Sodom und Gomorra/ wegen ih⸗ rer uͤbermachten und Him̃el⸗ſchreyenden Suͤnden verderben wolte/ ſahe er den gerechten Loth gnaͤdig an/ daß er ihn nicht nur allein aus der Ge⸗ fahr errettere/ ſondern auch die Stadt Zoar/ dahin er fliehen wolte/ nicht umbkehrete. Eile und errette dich/ ſprach der HErr zu ihm/ denn ich kan nichts thun/ biß daß du hinein nſ


