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Die Bedenckliche Todes-Fälle der Gerechten und Frommen, Auß Jes. LVII, 1. 2 . Aber der Gerechte kommt umb, und niemand ist der es zu Hertzen nehme, [et]c. : Bey sehr Volckreicher und ansehnlicher Leich-Begängnuß Deß Wol-Edlen, Großachtbar und Hochgelährten Herrn M. Joh. Vincentz Runckels, Deß Hoch-Fürstl. Paedagogii zu Giessen Wolverdienten Praeceptoris Classici, Als derselbe den 10. Febr. deß jetztlauffenden 1691.sten Jahrs in seinem Erlöser Jesu Christo sanfft und seelig entschlaffen, und folgenden Sonntags den 15. eiusd. in sein Ruhekäm[m]erlein gebracht worden / Einfältig vorgestellet, und auff Begehren zum Druck überlassen, Von Joh. Heinrich Mayen, der Heil Schrifft Doctore, deroselben, wie auch der Orientalischen Sprachen Professore Ord. und Predigern in Giessen ...
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Matth..

eminoſa.

20 Chriſtliche Gott/ 7 nd(wie es David Kimchi alhier wol erklaͤret /) und mit Gott wandlen/ oder ein Goͤttlich Leben fuͤhren/ als mit vielen wande⸗ len auff dem breiten Weg/ derzur Verdammnus abfuͤhret. Dafuͤr behůte uns Gott in Gnaden/ und fuhre uns durch ſeinen guten Geiſt auff ebener Bahn/ auff richtigem Weg der zum ewigen ſeligen Leben fuͤhret! Nun iſt aber Gott bereit uns zu fuͤhren/ laſſet unsnur ihm folgen/ und ſehen auff die Gerechte/ Heilige und die richtig fur ſichge⸗

wandelt haben/ ihr Ende anſchauen/ ihrem Glauben und Wandel

nachfolgen/ und gedencken/ wo dergleichen Leute abgehen/ ſo ſeye es tein gutes omen, wie Jeſatas in unſerm Text zuverſtehen gibt/ aber bey den unverſtaͤndigen und blinden Juden nichts ausrich⸗ ten kunte. Dann da hießes: Der Gerechte kom̃t umb/ und nie⸗ mand iſt der es zu Hertzen neme. Dahero wir an ihrem Scha⸗ denkluͤger werden und gottſeliger Leute Todt recht bedencken/ uͤberlegen und uns zu Hertzen gehen laſſen ſollen. Es iſt nicht genug/ daß wir

oy nw denſelben in Mund nehmenund ſagen/ dieſer und jener fromme Mañ

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dh S5n

Sen. 19.

iſt geſtorben/ dann das geſchicht ja noch wol/ ſondern es mus der Todt uns ins Hert gehen/ man mus ihm nachdencken/ was Gott damit an⸗ deuten wolle/ daß er dergleichen Leute wegrafft. Was kan man daraus ſchlieſſen? Nichts gutes. Jeſaias ſpricht: Heilige Leute wer⸗ den weggeraffe vor dem Unglůck. So folget auff frommer Her⸗ tzen Abſchied ein Ungluͤck. Der Ausgang der Gerechten aus dieſer Welt iſt ein Anfang des Unglucks/ wenigſtens ein Vorbotte. Wann das Unglůck zum Lande hinein ſiehet/ ſo reiſt Gott die ſeinen aus der Noth! und laͤſt ſie das Land mit dem Ruͤcken anſehen. Wie ein A⸗ ckermann wann er zur Ernde Zeit ein Ungewitter auffſteigen ſiehet/ die beſte Garben zuſammen raffet/ und ſie ins trockene bringt: Oder wie ein Menſch bey entſtehenden Feuers⸗Brnnſt und Kriegslaͤufften feine Kinder und beſte Sachen zuſammen rafft und in Sicherheit bringet: Alſo machts Gott auch mit ſeinen Kindern/ wie ſolches aus vie⸗ len Exempeln erhellet. Da der HErr Sodom und Gomorra/ wegen ih⸗ rer uͤbermachten und Him̃el⸗ſchreyenden Suͤnden verderben wolte/ ſahe er den gerechten Loth gnaͤdig an/ daß er ihn nicht nur allein aus der Ge⸗ fahr errettere/ ſondern auch die Stadt Zoar/ dahin er fliehen wolte/ nicht umbkehrete. Eile und errette dich/ ſprach der HErr zu ihm/ denn ich kan nichts thun/ biß daß du hinein nſ