dem allgemeinen Heil des Staats genau verknuͤpft iſt: weil alle ſeine Vemuͤhungen nur allein dahinn abzwecken, ſeine Kraͤfte mehr dem Staa⸗ te, als ſich Selbſt zu weihen, ja, ſein ganzes Eigenthum dem holden Vaterlande zu wiedmen.(36
Seine Eltern, Bruͤder, Kinder und Anverwandten, dieſe theu⸗ ren Pfaͤnder, fur deren Vorrechte ſelbſt die ruhrende Stimme der Na⸗ tur, als der ſtaͤrkſte Fuͤrſprecher in den menſchlichen Herzen auftritt, alle dieſe wird er zwar hochſchaͤtzen; ſeine Liebe aber zu ſeinen Mitburgern/ wird dennoch inbrunſtiger ſeyn und den hochſten Grad ſeiner treuen Zartlichkeit wird er dem Vaterlande dankbarſt aufopfern. Dem Staa⸗ te nur allein, zeigt er ſich als ein liebreicher Vater, als ein zaͤrtlicher Ehe⸗ gatte/ als ein redlicher Bruder; auſer Ihm hat er keine naͤhere An⸗ verwandten und die Pfichten fur das Vaterland, uͤbertreffen bey dem⸗ ſelben die Bande des Gebluts. Dieſem beſtaͤndigen Schauplatze ſeines Tugendeifers ubergiebt er die Hoffnung ſeines Lebens; Ihm uberlaͤſſt er die Sorge fur ſeinen Nachruhm⸗ und dieſes preiſt die Hoheit ſeiner Tu⸗ gend der Bewunderung aller Welt an; Dieſes ſtellt ſeine Verdienſte als ſo viele ewige Kinder eines gewuͤrdigten Vaters, des mildthaͤtigen Patriots, des grosmuͤthigſten Menſchenfreundes der Folgezeit dar; Er⸗ habner Ruhm! o, ewiger Vorzug! das gemeine Weſen, der Staat
das Vaterland zählt ihn unter ſeine Vaͤter.
Sein Leben betrachtet er als ein anvertrautes Geſchenke der Na⸗
doch iſt er dabey berzeugt: daß auf deſſen Genuß ein jeder Mit⸗
tur, burger,
(40 prIpalvs, in Panegyrico⸗ capite LXvII. salus inuiſa eſt, ſi non ſit, cum reipu-
pſicat falute coniunctã.


