Druckschrift 
Der Umzug der Giessener Universitätsbibliothek im Herbst 1904 / Emil Heuser
Entstehung
Einzelbild herunterladen

121

von Emil Heuser

Abfahrt 5 51 nachmittags trägt den Vermerk des abfertigenden Beamten: Explicit feliciter; non indecoro pulvere sordidus. Fr.*, des annehmenden: 2650 auch dieser Teil des Umzugs glücklich, planlich und ohne Unfall beendet. H. Gefuüllt waren bis dahin insgesamt 3513 Kisten. Das Wetter war vorzüglich gewesen, nur zweimal waren wenige Tropfen Regen gefallen. Z. T. wohl infolge der gunstigen Witterung war der Umzug auch rascher vor sich gegangen als vorgesehen war; gerechnet war mit nur 6 Fuhren täglich, während wie gesagt oft genug ihrer 8 ab- gefertigt werden konnten.

Ganz plangemäfs war der Umzug jedoch nicht vor sich gegangen.

Es mufsten, wie schon hervorgehoben, eine gröſsere Zahl Bretter aus altem Holze gefertigt werden, und um das dazu brauchbare Material frei zu bekommen, muſste von der von vornherein festgesetzten Umzugs- ordnung hier und da abgewichen werden. Es war ferner Fach F statt nach I nach V gekommen und endlich erwies es sich bald als vorteilhaft, die Leitung der Neuaufstellung möglichst schon lange Jahre beschäftigten Beamten zu übertragen, die den Zugang der Fächer genauer kannten, denn der Bestellungskoeffizient, von dem weiter oben gesprochen wurde, war natürlich nur ein durchschnittlicher; bei der Unter- abteilung Lehnrecht des Faches X z. B. braucht man sehr erheblich weniger Raum für den Zuwachs zu lassen als etwa bei den Kommentaren zum BGB, oder bei Astronomie, welches Fach an hiesiger Univer- sität gar nicht gepflegt wird, viel weniger als bei Physik(beide stehen in Fach P) u. dgl. mehr.

Die Ausleihe war bis dahin, wenn auch in beschränkter Weise, noch im alten Gebäude betrieben worden, sie wurde jetzt einige wenige Tage ganz geschlossen, dann aber am 29. August in einem provisorisch hergerichteten Zimmer des Neubaues wieder ceröffnet, was freilich etwas mühsam war, weil die Kataloge noch am Brandplatz bleiben muſsten, ebenso wie Lesesaal und Zeitschriftenzimmer; wir hofften etwa am 26. Sept. mit den Einräumungsarbeiten fortfahren zu können, aus aller- hand, aufserhalb der Bibliotheksverwaltung liegenden Gründen konnte die Fortsetzung aber erst am 28. Oktober erfolgen.

An diesem und dem folgenden Tage wurden die Kataloge, Iland- schriften, Wiegendrucke und doppelt vorhandenen Werke nach der Keplerstraſse befördert, wozu 9 Wagen erforderlich waren und natürlich erheblich weniger Personal als früher. Am 5. November wurden alter Lesesaal und Zeitschriftenzimmer geschlossen und ihr Inhalt am 7. November nach dem Neubau verbracht, wozu 5 Wagen gebraucht wurden(für den ganzen Umzug also 137 Fuhren). Wegen der er- forderlichen Einräumungsarbeiten sowie Aufstellung der aus der Stiftung des Herrn Kommerzienrates Heichelheim von 10 000 M. fir die Lesesaal-Handbibliothek angeschafften Bücher blieb auch der neue Lesesaal und das neue Zeitschriftenzimmer vom 7.11. November ge- schlossen.

Am 12. November fand dann wie bekannt die feierliche Ueber- gabe des Neubaues in Anwesenheit unseres Grofsherzogs und der

122

drei Niniste am 14. No¹ eröffnet? Beleuehtung bis zum A endlieh kom werden, war und hi

An Ko übersehen Kraft für bis zum l. 1400 M. von statten und die Pf

ZTum 8e

anstrengene

war, doch gar nieht ha deim Feste⸗ bald zu kl. Wege zu! etwas verm vorbereit die Frage wohl begre

Gielsen.