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Der Umzug der Giessener Universitätsbibliothek im Herbst 1904 / Emil Heuser
Entstehung
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118 Umzug der Gieſsener Universitätsbibliothek

des Bücherumzuges geöffnet bleiben sollten, wie auch dringende Bücherbestellungen erledigt wurden. Auch brachte die Post allerlei, wie auch der Verkehr mit den Buchhändlern nicht ruhen sollte; nur die Ausgabe an die Buchbinder und die Rücknahme von gebundenen Büchern wurde völlig eingestellt.

Nachdem die Legung der Bücherbretter geprüft worden war, wurde zunächst der Anfang eines jeden Faches nach dem Grundriſs gekenn- zeichnet und an jedem Brett eine Marke angebracht, wie weit es un- geführ mit Büchern zu besetzen wäre, welch letztere Arbeit 2 Buch- binder ausführten, während die richtige Höhenlage der Bretter mittels eines Holzwinkels geprüft wurde, dessen einer Schenkel 46 cm, dessen andrer 30 cm lang war.(Diese Arbeit geschah übrigens z. T. während des Umzugs selbst.)

Es wurden ferner zur nötigen Kontrolle eine Anzahl Frachtbriefe gedruckt. Sie lauteten:

Sendung Nr... enthaltend: Kiste Nr... Nr... darin......

(Signatur des Anfangs wie des Schlusses der betreffenden Bücher.)

Hiervon kommt...:n Geschofs... An sonstigen Gegenständen:

Abfahrt:... Unterschrift des absendenden Beamten:...

Ankunft:.... Unterschrift des empfangenden Beamten:... Be-

merkungen...

So kam Mittwoch der 3. August heran. Am vorhergebenden Tage hatte zunächst eine Probefahrt stattgefunden, um die Fahrbarkeit eines von der Stadt eigens für uns längs des Vorderbaues der neuen Biblio- thek hergestellten Fahrweges aus Eisenbahnholzschwellen zu erproben. (Die beiden Straſsen, in deren Gabelung der Neubau liegt, waren näm- lich noch nicht ausgebaut und eine von ihnen ist es z. Z. noch nicht.) Um 6 ½ Uhr hielt der erste Wagen am alten Gebäude am Brandplatze, auch die Soldaten unter Führung eines Vizefeldwebels waren zur Stelle und so konnte die Instruktion beginnen. Eine schriftliche In- struktion auszuarbeiten war für unnötig erachtet, dagegen natürlich alles mit den Beamten durchgesprochen worden. Die Bücher wurden von dem Diener aus den Gestellen herausgenommen und dann so in die Kisten gestellt, dafs stets links vorn begonnen wurde; Grundsatz war ferner, das nie etwa 2 Reihen von Büchern übereinandergestellt wurden, auch wenn die Kiste dafür Platz hatte; die Fol.-Bände wurden auf den langen(Hohl-) Schnitt gelegt, in welcher Richtung, blieb dem Er- messen des aufsichtsführenden Beamten überlassen. Die 8° Bände dagegen wurden auf den unteren Sehnitt gestellt, sodafs es häufig möglich war, 3

Reihen zu je 80 cm hintereinander zu stellen; Anfang auch hier stets links vorn. Die Kisten waren alle mit Zahlen versehen. Gepackt wurde zunächst Kiste 1, dann 2, 3 usw. War Kiste 1 gefüllt, so wurde sie durch 2 Soldaten an den gedeckten Möbelwagen getragen und unter Aufsicht des Packers hineingestellt. Die Ordnung war dann so, daſs Kiste 1 in der linken vorderen Ecke des Wagens niedergesetzt wurde, darüber kam Kiste 2, dahinter Kiste 3, über dieser Kiste 4 usw., So- daſs die ungeraden Nummern im Wagen stets unten waren, die