Druckschrift 
Der Umzug der Giessener Universitätsbibliothek im Herbst 1904 / Emil Heuser
Entstehung
Einzelbild herunterladen

von Emil Heuser 117

wonnene Raum konnte dann an einer anderen Stelle wieder ausgenutzt werden.

Es war ferner zu überlegen, in welcher Reihenfolge die ein- zelnen Fächer umgezogen werden sollten. Der Ersparnis wegen war nämlich entschieden worden, dafs nur der gröſsere Teil der Lege- böden neu herzustellen sei, während der Rest aus frei werdenden alten Böden gewonnen werden sollte.

Längerer Ueberlegung bedurfte die Frage der Umzugskisten. Auf bezügliche Bitte erhielten wir Proben aus Freiburg, Leipzig und Königsberg(Herr Direktor Dr. Boysen hat die Bibliotheksverwaltung überhaupt in der allerliebevollsten Weise mit seinem Rate unterstützt, wofür ihm auch an dieser Stelle aufs Herzlichste gedankt sei!). Man entschloſs sich schliefslich für das Königsberger Muster; diese Kiste war im Lichten 60 cm tief, 80 cm breit und 35 cm hoch. Darauf wurde ein Vertrag mit einem Umzugsunternehmer abgeschlossen, der diesen verpflichtete zur Stellung von täglich 2 Gespannen, 3 NMöbel- wagen, 2 Kutschern und 2 Packern. Die sonst nötige Mannschaft, 17 an der Zahl, stellte das Regimentskommando zur Verfügung, wie das auch anderwärts geschehen ist.

Inzwischen waren auch die benötigten Bretter, soweit sie neu waren, eingetroffen und nach einer von uns gegebenen Anleitung in der richtigen Zahl eingelegt worden.

Darauf gings an die Ausarbeitung eines Stundenplans für die Beteiligung der einzelnen Beamten. Es wurde festgesetzt, dafs in beiden Gebäuden täglich je 2 Beamte und 1 Diener tätig sein sollten, die Beamten mittags wechselnd; im Neubau war aufserdem der Heizer zur Bedienung des elektrischen Aufzugs anwesend; daher hatte der Direktor 2 Beamte und den Kanzlisten zur Verfügung zur Erledigung der laufenden Geschäfte. Die beim Umzuge tätigen Beamten hatten je 5 Stunden Dienst, die Diener 10 Stunden, immer mit je ½ Stunde Pause vor- und nachmittags. Begonnen sollte werden um 6 ½ Uhr bezw. 2 Uhr, daher Schluſs vormittags 11 ½ Uhr, abends 7 Uhr. Durch diese Ordnung wurde erreicht, dafs einerseits alle Beamte gleich ge- stellt waren, daſs andererseits aber auch für Abwechslung gesorgt war, indem der Dienst so abwechselte, dafs Beamter A z. B. am 1. Tage vormittags von 6 ½ 11 ½ Uhr im alten Gebäude beim Umzuge tätig war; am 2. Tage hatte er Bureaudienst von 8 ½⁄ 1 Uhr, am 3. nach- mittags Umzugsdienst im Neuban von 2 7 Uhr, am 4. vormittags Um- zugsdienst im Neubau, am 5. nachmittags im alten Gebäude, am 6. wieder wie am 1., am 7. wie am 2. usw. Dafs diese Art der Ab- wechslung eingehalten werden konnte, lag allerdings daran, dafs einer der Beamten, der demnächst eine wissenschaftliche Reise nach Klein- asien und Griechenland antreten wollte, nur im Bureaudienst tätig war, um sein Arbeitspensum noch zu erledigen, während der 2. Bureau- beamte wechselte.

Nötig war dieser 2. Beamte schon deswegen, weil der Lesesaal und das Zeitschriftenzimmer im alten Gebäude auch während

lls

Jes gtebern gleberbest ſit neh de iie Augade Bleherm Vur Yuehdem muäehst der rithoet und ethr mit diader ausfll dides Wolwit audrer 30 cg des Cmaugs E vurd getnebt S Sepdang! (iguatur Hervon k ... Abf Aükunft. verkunger 8o kam datte zmnäeh ron der Sta Aek berpes (ie beiden leh voeh nm Un 6 ½ nch die 8 Ralle und aktion au ales mit de won dem J e Kisten wur ferner Nurden, and auf den lan wessen des Nurxden auf Rähen en rorn. Die mnäehst R dareh 28 Auſdieht 3 liste n Vrüber 1 das die