von Emil Heuser 115
einem Grundrisse, in dem die sämtlichen Gestelle eingezeichnet waren (auf der linken Seite des Bücherhauses 9 Doppelgestelle mit jederseits 7 1 m-Reihen und 4 Doppelgestelle mit jederseits 4 l m-Reihen; auf der rechten Seite 13 Doppelgestelle mit jederseits 7 1 m-Reihen), der An- fang eines jeden Faches festgelegt. Dabei ergab sich dann die er- freuliche Tatsache, daſs das ganze VII. Geschofs überhaupt zunächst nicht gebraucht wurde und daſs ferner am Ende aller Fächer noch eine Anzahl Gestelle frei blieben, die also für eine spätere Aus- einanderziehung disponibel sind, nachdem vorher erst das 7. Brett besetzt worden sein wird. Es ergab sich ferner, daſs auch kein Fach zerrissen zu werden brauchte; nur die Aufeinanderfolge der Fächer muſste in einem Falle gestört werden, um eben kein Fach in zwei Ge- schossen unterbringen zu müssen. Die beiden Fächer, die am meisten benutzt werden, A und B, enthaltend(A) Geschichte und Bibliographie aller Wissenschaften, Biographien der Gelehrten und Künstler, Uni- versitäten und Bibliotheken,(B) Schriften der gelehrten Gesellschaften allgemeiner Natur, Zeitschriften vermischten Inhalts und Zeitungen, sowie gesammelte Werke, soweit sie nicht unter einer Einzelwissen- schaft untergebracht werden müssen, wurden bestimmt für das Geschofs IV, das in gleicher Höhe mit den Geschäftsräumen liegt(aufserdem wurde darin Raum gelassen für eine Ausleihe-Handbibliothek wie in Wies- baden, Posen und München, deren Erstellung allerdings der Zukunft überlassen bleiben mufs); die philologischen Fäceher C, D, Cl. B., E, Geographie und historische Hilfswissenschaften(G), Mythologie und Kirchengeschichte(IHI) für Geschofs V; die historischen Fächer— 0 für Geschofs VI; die Naturwissenschaften(P Q sowie ihre Anwendungen (R) für Geschofs I; die Medizin dagegen(S u. T) konnte sich nicht daran anschlieſsen, weil sie sonst bei ihrer grolsen Ausdehnung zerrissen worden wäre, sondern es wurde Philosophie und Päda- gogik(U) sowie die S. St., die ebenfalls wesentlich philosophischen Inhaltes ist, darin untergebracht. Auch das kleine Fach F(Kunst- wissenschaft) sollte dort untergebracht werden, während des Umzugs erwies es sich jedoch als möglich, es auch noch in Geschoſs V unter- zubringen, allerdings nicht zwischen E und G. S und T kamen nach Geschofs II, ebenso Theologie V und W, während schliefslich nach III gestellt werden sollten die juristischen Fächer X Y Z, sowie die Sammlung der seit 1885 erschienenen Dissertationen und Schulprogramme. Auch die zu jedem Fach gehörenden Groſsfolio-Bände konnten in der Nähe desselben untergebracht werden, indem an der Rückwand des Bücherhauses sich die entsprechenden Gestelle, die aber gewöhnliche Holzgestelle sein sollten, leicht anbringen lieſsen.
Reifliche Erwägung erforderte dann die Frage des Imzugstermins: es wurde schlieſslich festgesetzt, daſs er anfangs August 1904 zu be- ginnen habe, da das Bücherhaus bis dahin fertiggestellt sein sollte.
Die Frage, ob vor Beginn des Umzugs alle verliehenen Bücher eingefordert und eingestellt werden sollten, war schon früher be- sprochen worden. Bei einer am 6. Dezember 1902 vorgenommenen
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