114 Umzug der Gieſsener Universitätsbibliothek
höhe von 4 cm. Zu wählen wären also zunächst 1 Reihe Fol., 1 Reihe 40 und 5 Reihen Sο, dann nach Abschlufs von Fol. 3 Reihen 4⁰ und 4 Reihen 8⁰, nach Erschöpfung von 4 endlich 8 Reihen 80.
Als unser Bücherhaus seiner Vollendung entgegenging, sodafs die Büchergestelle(Lipmansches System mit Zähnen von je l em Abstand) aufgeschlagen werden sollten, war vor allem ein Plan festzustellen, wohin in den 7 Geschossen die verschiedenen Fächer kommen sollten. A— z, Cl(emmsche) Bibliothek). S(chmidtsche) Stliftung), Dissertationen und Schulprogramme So und 4⁰. Die Unterlagen zu dieser Ueberlegung waren z. T. schon seit einer längeren Reihe von Jahren gesammelt; schon lange nämlich, bevor die Statistik des Biblio- thekarvereins ins Leben gerufen wurde, wurde hier gezählt: Zahl des Zuwachses jedes Faches an 8° und Fol.-Bänden, sowie der dafür in der Länge benötigte Raum. Es ergab sich daher z. B. folgendes: im
Geschäftsjahre 1901/02 wurden insgesamt— abgesehen von den für sich aufgestellten Dissertationen und Schulprogrammen— katalogisiert
5066 Bde 8⁰, einschliefslich der kleinen Schriften, welche zu ihrer Auf- stellung einen Raum beanspruchten von 126,67 m; daraus ergibt sich als durchschnittliche Dicke eines 80 Bandes etwa 2,5 cm.(NB. gingen bei uns auf 1 qm Ansichtsfläche 67 Bände 8⁰.) Im Fache A wurden kata- logisiert in den 4 Jahren 1898 1902 4079 Bde, die also einen Raum beanspruchten von 102 m; für 20 Jahre ergibt dies einen Zuwachs- raum von 510 m für A 80, vorausgesetzt natürlich, dafs der Bücher- anschaffungs-Fonds nicht erheblich in die Höhe geht und nicht etwa gröſsere Geschenkmassen zu erwarten sind. Diese Berechnung wurde für sämtliche Fächer angestellt(natürlich ebenso für Fol.) und das Resultat in eine Liste gebracht. Später wurde jedoch die Berechnung reduziert auf 15 Jahre Zuwachs, um nicht zu viel Bretter und Wangen anschaffen zu müssen, die ja jederzeit nachbeschafft werden können. Es ergab sich dann weiter, daſs zuzüglich der schon vorhandenen Be- stände, um beim Fach A zu bleiben, bei der Neuaufstellung ein Raum nötig war von 973 m für 8⁰, 64 m für Fol. Es wurde weiter bestimmt, daſs in allen Geschossen nur 6 Reihen 8⁰, bezw. 2 Reihen Fol. und 3 Reihen 8⁰ übereinandergestellt werden sollten, sodafs überall mit Ausnahme des untersten Geschosses, das aus bautechnischen Gründen leider niedriger hatte gehalten werden müssen, eine 8⁰ Reihe für später disponibel blieb. Da nun ein jedes Brett l m lang sein sollte, ergab sich für die Unterbringung von A: Für Fol. sind benötigt insgesamt 64 m, oder, da 2 Reihen übereinander kommen, 32 Gestelle; auf diesen Gestellen lassen sich aufserdem unterbringen 3 32= 96 m 80. Ueber- haupt sind aber nötig für 8⁰ 973 m, es bleiben also noch unterzubringen 973— 96= 877 m; diese beanspruchen, da je 6 Reihen à 1 m über- einandergestellt werden, noch 877: 6= 146 Gestelle; da für Fol. und 8 üübereinanderstehend schon 32 Gestelle nötig sind, werden also für das Fach A insgesamt gebraucht 146+ 32= 178 Gestelle à 1 m. Auch diese Berechnung wurde für sämtliche Fächer durchgeführt und auf


