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Dalſo mevnd ſeimm ehe. ches Erdmanlchen o Gathz. awollen. Hernach alt ht.
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„Siegelen Varzich denne
Titius pupillus.
continuirt. So haben auch dierechte Erben/ als deßpupilli/ die andern walæ fidei poſſeſſores, inſonderheit aber den jetzt letzt verſtorbenen ne⸗
potem, durch gute Leute vom Adel anſpre⸗ chen laſſen/ fuͤr welchen er dan auch wol geſten⸗
dig/ daß er jhre Siegel vnd Brieffe/ auch etliche — 2. 1 f. 8
jhrer Guͤtter vnterhanden hette/ vnd ſich erbot⸗
ten/ dieſelbigen jhnen wider herauß zugeben/ wie noch zubeweiſſen/ er auch ſeine Haußfraw vor ſeinem Todt dieſelbige den rechten Erben zu⸗
behanden/ deſſen die Witfraw noch nicht in ab⸗ Daraufferwachſen dieſe Fragen.
E Rſtlich ob dem obgedachten Junckern der
andern Ehe/ vnd Vormuͤnder deß pupilli,
agnati prioris nobilis, gebuͤret habe/ ſich mit
ſeiner Haußfrawẽ Leibgedingsguͤttern/ in præ- iudicium ſeines pupilli, alsrechten Agnaten
vnd Erben/ beleihen zulaſſen. Zumandern/ wann jhme ſolches nicht gebu⸗
rct/ ob per præſc: iptionem die Beleihung
beſtettigt werden koͤnne. Zum ditten/ ob die gedachte bloſſe renunti-
atio dem Renuntianten vnd ſeinen Soͤhnen/ die Fratres. verſ.&; ego replico ea est, text. in l. ſi vſufr. fr. de
der Zeit bereyt geboren/ præiudicirn koͤnne. Zum vierdten/ ob deß letztverſtorben eygen Bekantnuß/ wie oben geſagt/ den rechten Erben
nicht zum beſten komte/ vnd die Witwe ſchuͤldig/
die Siegel vnd Brieffe zu ediren/ auch durch
was Mittel ſie dazu zuvermuͤgen ſey.
Zum fuͤufften/ obdie extentio feudi, deß verſtorben Toͤchtern/ von dem Lehenherꝛn ge⸗ geſchehen/ den rechten Erben præiudieirn koͤñe. Zum ſechſten/ dieweil etliche dieſer Guͤtter Pachtlehen ſeyn/ vnd der letzt verſtorbẽ/ in drey⸗
vier/ vnd mehr Jahren/ die Pacht nicht bezah⸗
—
let/ vnd der Lehen Her⸗/ die rechte Erben wider⸗
umb mit denſelben belehnet/ vb nun auß voran⸗
8
gezogen Vrſachen/ vnd dann auch propter unõ ſolutum canonem, gedachter Lehenherꝛ die Rechte Erben in ſolche Guͤtter tanquam in
vaouam poſſeſſionem ratione inueſtituræ
nichteinzufuͤhren ſchuͤldig/ oder was ſonſtrecht. Sequitur arbor perſonarum quarum in facto
narrato fit mentio. Sempronius. Cornelia vxor. Seius. Caius prior maritus. —
tus, tutor Iitii pupilli.
Scæuola ex Cornelia& Po mponio natus.& huic facta eſt renuntiatio a Iitio.
Marcus nepos Corneliæ,& Pomponii, Sæuolæ fili-
us, hic deceſſit ſine maſculis, reltetis trib. filiabus.
Pomponius poſterior mari-
RKRKeſponl. luris. Decad. XIII. Reſponſ. V. 33 Soͤhne von faͤllen zu faͤllen die Lehenwartung 1 propolſitam facti ſpeciem, die oberzehlte Quæſtiones
Damit nun nach geſtalten Sachen/ vñ ſecundum decidirt werden moͤgen/ woͤllen wir die ordentlich nach⸗ einander durchlauffen/ vnd zu der behuff auxilium iu⸗ ſte iudicaturi, implorirt haben.
Die I. Frag. 2) Nd anfaͤnglich/ auff die erſte Frag /ob dem andern
. Junckern gebuͤrt habe/ ſeiner Frawen Leibzuchts Guͤtter in præiudicium pupilli, agnati prioris nobi- lis, von dem Lehenherren zu Kehen zu entpfangen/ zu
antworten/ laͤſt es ſich erſtlich anſehen/ daß allhie kein
præiudicium tertii ſcilicet prædicti pupilli, im wege
ſtehe/ wes halben ſolches nicht habe geſchehen moͤgen. 6 3 1 † 1 5,p/„c 8 5 Dan wie ex narratis facti zuerſehẽ/ iſt die Frawe nit
allein von jrem Ehewirt/ ſondern auch a Domino feu-
di mit den ſtreittige Guͤttern beleibzuͤchtiget. Weil nun
die Frawe vnd Witwe ſolche Guͤtter verheyrahtet/ vnd jhrem andern Manne zugebracht/ hat ſie jhre Leibzucht daran verlohren/ vnd iſt finürt worden/ vnd Domino
proprietario, vt puta Domino feudi, qui conſenſe-
rat in illum vſumfructum, heim vnnd loß gefallen. Quiatvſufructuarius cedendo vſumfructum extra- ¹
neo(pro vt hoc caſu ab vſufructuaria ſecundo ma-
rito conceſſus eſtvſusfructus) nihil agit, quo ad illũ
extraneum, ſed tantum agit, ꝙvſumfructum amit-
tit, qui ad Dominum proprictatis reuertitur, iuxta
H fin. Inſt.de vſufr& ibi gloſ.& Dd. præſertim Clau-
dius Canciuncula& Franc. Ripa inl. qui Romi.§. duo
vſufrust. leg. neceſſurio. g. vltim. de periculo& com.rei vend. 5
Weil dann nun die Fraw jhrer Leibzucht/ ſui vſus- fructus in bonis mariti prioris) verluͤſtig worden/ transferendo eum in ſecundum maritum, iſt dieſel⸗ bige Leibzucht domino feudi conſentienti heimgefal⸗ len/ der hat damit als mit ſeinem Gut diſponirn vnnd
handeln moͤgen/ Cum quilibet f rerum ſuarũ ſit mo- 2
derator& arbiter, vulg:lin re mandata. C. mand. Weil nun alſo die ſtreitige Leibzucht Guͤter dem Le⸗
henheren aperirt/ vnd loß gefallen/ vnd alſo in ſeinen
Haͤnden geſtanden/ vnd ſeine Guͤtter geweſen/ vnd da⸗
mit ſeines gefallens handlen moͤgen/ hat er ſie auch fuͤg⸗
lich derxſufructuariæ anderm Ehewirt verleihen moͤ⸗ gen/ vnnd er die von jhme licire zu Lehen empfangen/
vnnd mag nicht geſagt werden/ ſolches in pręiudium
pupilli agnati vel alterius factum. Dann ob wol der pupillus proximior agnatus pri- oris mariti vſufructuantis geweſen/ ſo hat er doch der Zeit gar kein ius, neq; in re, neque in ſpe ad prædicta bona gehabt/ ſondern daſſelbige allererſt poſt mortem illius ſui patrui ex manibus Domini, betommen
muͤſſen/ Cum certi iuris ſit, viuentis f nullam eſſe 3
hereditatem, neq; ſpe„neq; re:& mortuo f vaſallo 4 bona, vel eorum poſſeſſionem non tranſire ipſo iu- re in agnatum, ſed apprehenſione opus eſſe, cum
conſenlu Domini medtiante infeudatione noua.«.:.
quæ fit prima cauſſa bene amit. Bal'in o. imperialem. S.
præterea. de proh. feu. alie. Nã ſicut feſt duplex.poſſeſ-
ſio edictalis& decretalis, iu-x. I.!. S. decretalis. ſ. de ſuc- ceſcedict.&c. Ita etiam duplex ſucceſſio feudi, ſcil. e- dictalis, qua quis ſuccedit in feudo,& decretalis, qua eſt decretum, intra certum tempus Dominũ agno-
ſcere:& ſicut † bonorum poſſeſſio decretalis nihil 5.
operatur ſine diali ieur 2nan:i, z admiti.


