Teil eines Werkes 
Centuriæ II. (1601) Decades Quinque Priores / [Verfasser einleitender Lyrik: Philippi Cobelii I.C. Et Jmperialis Cameræ Assessoris, Nicolai Revsneri Ivrisconsulti Saxoniæ Clarissimi, Petri Lindenbergii Poetæ Cæsarei]
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am ſemne⸗hänh a,. ran andern Junckan e.

Dalſo mevnd ſeimm ehe. ches Erdmanlchen o Gathz. awollen. Hernach alt ht.

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23 refe auch Nagſch R G

Siegelen Varzich denne

Titius pupillus.

continuirt. So haben auch dierechte Erben/ als deßpupilli/ die andern walæ fidei poſſeſſores, inſonderheit aber den jetzt letzt verſtorbenen ne⸗

potem, durch gute Leute vom Adel anſpre⸗ chen laſſen/ fuͤr welchen er dan auch wol geſten⸗

dig/ daß er jhre Siegel vnd Brieffe/ auch etliche 2. 1 f. 8

jhrer Guͤtter vnterhanden hette/ vnd ſich erbot⸗

ten/ dieſelbigen jhnen wider herauß zugeben/ wie noch zubeweiſſen/ er auch ſeine Haußfraw vor ſeinem Todt dieſelbige den rechten Erben zu⸗

behanden/ deſſen die Witfraw noch nicht in ab⸗ Daraufferwachſen dieſe Fragen.

E Rſtlich ob dem obgedachten Junckern der

andern Ehe/ vnd Vormuͤnder deß pupilli,

agnati prioris nobilis, gebuͤret habe/ ſich mit

ſeiner Haußfrawẽ Leibgedingsguͤttern/ in præ- iudicium ſeines pupilli, alsrechten Agnaten

vnd Erben/ beleihen zulaſſen. Zumandern/ wann jhme ſolches nicht gebu⸗

rct/ ob per præſc: iptionem die Beleihung

beſtettigt werden koͤnne. Zum ditten/ ob die gedachte bloſſe renunti-

atio dem Renuntianten vnd ſeinen Soͤhnen/ die Fratres. verſ.&; ego replico ea est, text. in l. ſi vſufr. fr. de

der Zeit bereyt geboren/ præiudicirn koͤnne. Zum vierdten/ ob deß letztverſtorben eygen Bekantnuß/ wie oben geſagt/ den rechten Erben

nicht zum beſten komte/ vnd die Witwe ſchuͤldig/

die Siegel vnd Brieffe zu ediren/ auch durch

was Mittel ſie dazu zuvermuͤgen ſey.

Zum fuͤufften/ obdie extentio feudi, deß verſtorben Toͤchtern/ von dem Lehenherꝛn ge⸗ geſchehen/ den rechten Erben præiudieirn koͤñe. Zum ſechſten/ dieweil etliche dieſer Guͤtter Pachtlehen ſeyn/ vnd der letzt verſtorbẽ/ in drey⸗

vier/ vnd mehr Jahren/ die Pacht nicht bezah⸗

let/ vnd der Lehen Her⸗/ die rechte Erben wider⸗

umb mit denſelben belehnet/ vb nun auß voran⸗

8

gezogen Vrſachen/ vnd dann auch propter unõ ſolutum canonem, gedachter Lehenherꝛ die Rechte Erben in ſolche Guͤtter tanquam in

vaouam poſſeſſionem ratione inueſtituræ

nichteinzufuͤhren ſchuͤldig/ oder was ſonſtrecht. Sequitur arbor perſonarum quarum in facto

narrato fit mentio. Sempronius. Cornelia vxor. Seius. Caius prior maritus.

tus, tutor Iitii pupilli.

Scæuola ex Cornelia& Po mponio natus.& huic facta eſt renuntiatio a Iitio.

Marcus nepos Corneliæ,& Pomponii, Sæuolæ fili-

us, hic deceſſit ſine maſculis, reltetis trib. filiabus.

Pomponius poſterior mari-

RKRKeſponl. luris. Decad. XIII. Reſponſ. V. 33 Soͤhne von faͤllen zu faͤllen die Lehenwartung 1 propolſitam facti ſpeciem, die oberzehlte Quæſtiones

Damit nun nach geſtalten Sachen/ ſecundum decidirt werden moͤgen/ woͤllen wir die ordentlich nach⸗ einander durchlauffen/ vnd zu der behuff auxilium iu⸗ ſte iudicaturi, implorirt haben.

Die I. Frag. 2) Nd anfaͤnglich/ auff die erſte Frag /ob dem andern

. Junckern gebuͤrt habe/ ſeiner Frawen Leibzuchts Guͤtter in præiudicium pupilli, agnati prioris nobi- lis, von dem Lehenherren zu Kehen zu entpfangen/ zu

antworten/ laͤſt es ſich erſtlich anſehen/ daß allhie kein

præiudicium tertii ſcilicet prædicti pupilli, im wege

ſtehe/ wes halben ſolches nicht habe geſchehen moͤgen. 6 3 1 1 5,p/c 8 5 Dan wie ex narratis facti zuerſehẽ/ iſt die Frawe nit

allein von jrem Ehewirt/ ſondern auch a Domino feu-

di mit den ſtreittige Guͤttern beleibzuͤchtiget. Weil nun

die Frawe vnd Witwe ſolche Guͤtter verheyrahtet/ vnd jhrem andern Manne zugebracht/ hat ſie jhre Leibzucht daran verlohren/ vnd iſt finürt worden/ vnd Domino

proprietario, vt puta Domino feudi, qui conſenſe-

rat in illum vſumfructum, heim vnnd loß gefallen. Quiatvſufructuarius cedendo vſumfructum extra- ¹

neo(pro vt hoc caſu ab vſufructuaria ſecundo ma-

rito conceſſus eſtvſusfructus) nihil agit, quo ad illũ

extraneum, ſed tantum agit, ꝙvſumfructum amit-

tit, qui ad Dominum proprictatis reuertitur, iuxta

H fin. Inſt.de vſufr& ibi gloſ.& Dd. præſertim Clau-

dius Canciuncula& Franc. Ripa inl. qui Romi.§. duo

vſufrust. leg. neceſſurio. g. vltim. de periculo& com.rei vend. 5

Weil dann nun die Fraw jhrer Leibzucht/ ſui vſus- fructus in bonis mariti prioris) verluͤſtig worden/ transferendo eum in ſecundum maritum, iſt dieſel⸗ bige Leibzucht domino feudi conſentienti heimgefal⸗ len/ der hat damit als mit ſeinem Gut diſponirn vnnd

handeln moͤgen/ Cum quilibet f rerum ſuarũ ſit mo- 2

derator& arbiter, vulg:lin re mandata. C. mand. Weil nun alſo die ſtreitige Leibzucht Guͤter dem Le⸗

henheren aperirt/ vnd loß gefallen/ vnd alſo in ſeinen

Haͤnden geſtanden/ vnd ſeine Guͤtter geweſen/ vnd da⸗

mit ſeines gefallens handlen moͤgen/ hat er ſie auch fuͤg⸗

lich derxſufructuariæ anderm Ehewirt verleihen moͤ⸗ gen/ vnnd er die von jhme licire zu Lehen empfangen/

vnnd mag nicht geſagt werden/ ſolches in pręiudium

pupilli agnati vel alterius factum. Dann ob wol der pupillus proximior agnatus pri- oris mariti vſufructuantis geweſen/ ſo hat er doch der Zeit gar kein ius, neq; in re, neque in ſpe ad prædicta bona gehabt/ ſondern daſſelbige allererſt poſt mortem illius ſui patrui ex manibus Domini, betommen

muͤſſen/ Cum certi iuris ſit, viuentis f nullam eſſe 3

hereditatem, neq; ſpeneq; re:& mortuo f vaſallo 4 bona, vel eorum poſſeſſionem non tranſire ipſo iu- re in agnatum, ſed apprehenſione opus eſſe, cum

conſenlu Domini medtiante infeudatione noua.«.:.

quæ fit prima cauſſa bene amit. Bal'in o. imperialem. S.

præterea. de proh. feu. alie. ſicut feſt duplex.poſſeſ-

ſio edictalis& decretalis, iu-x. I.!. S. decretalis. ſ. de ſuc- ceſcedict.&c. Ita etiam duplex ſucceſſio feudi, ſcil. e- dictalis, qua quis ſuccedit in feudo,& decretalis, qua eſt decretum, intra certum tempus Dominũ agno-

ſcere:& ſicut bonorum poſſeſſio decretalis nihil 5.

operatur ſine diali ieur 2nan:i, z admiti.