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Die Goslarer Straßennamen : ein Beitrag zur städtischen Verfassungstopographie des Mittelalters und zur vergleichenden Straßennamensforschung ; mit einem Stadtplan / von Karl Frölich
Entstehung
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%) Sie berühren sich mit einer nur einmal urkundlich bezeugten Riechenbergischen Straße, in der wohl Besitzungen des Klosters Riechen- berg lagen. S. o. Nr. 240.

%, S. Steinberg, Die Goslarer Stadtschreiber und ihr Einfluß auf die Ratspolitik bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts, Beitr. zur Gesch. der Stadt Goslar 6(Goslar 1932), S. 26/7.

%) vgl. S. 79 Nr. 99. Anscheinend verdankt sie ihre Entstehung der Aufteilung des Geländes der Vogt-Konradstraße.

#5) Wegen der Sperrung von Straßen durch Schlagbäume oder Ketten in den mittelalterlichen Städten aus Sicherheitsgründen vgl. G. Meiß- ner, Das Kriegswesen der Reichsstadt Nordhausen, Berliner philos. Diss. 1939, S. 15/6, insbes. 16 Anm. 40.

60) Kunstdenkm., S. 84, 86.

) Während der Straßenname sich so ohne weiteres erklärt, ver- suchen die Kunstdenkm. S. 321 eine Deutung, die nur als völlig abwegig bezeichnet werden kann. Es wird hier gesagt:Der Name der Bates- levener Straße hat eine merkwürdige Umwandlung erfahren; weil dort in der Stadtmauer ein Rundel war, hieß sie auch Rundelen: aus beiden Straßen ist eine Rundelebener und endlich eine Rundenienstraße ge- worden.

A) Vgl. Frölich, Verfassung und Verwaltung der Stadt Goslar im späteren Mittelalter. Beitr. zur Gesch. der Stadt Goslar 1(Goslar 1921) e Erölich, V»V.,S. 23 Anm. 9.

?) In der Nachbarschaft der Walkmühle sind nach den Angaben des Wortzinsbuches ferner zu vermuten ein vicus(viculus) Nygebur, Henning Tunsel, Hanse Wildevurs, doch sind bei ihnen noch genauere Nachfor- schungen erforderlich. S. ferner W. S. 347, 349(1469): Losschert in vico.

73) Bei der UB. IV 528(1355) auftauchendenGrovenstrate ist in Wahrheit mit derGronenstrate(Grünstraße, platea viridis) im Berg- dorf zu rechnen.

%) Berücksichtigt sind nur solche Angaben, die für die Festlegung und Deutung der vorkommenden Straßennamen von Belang sind.

7) Für die bei der Aufstellung des Verzeichnisses, insbesondere durch die Entnahme von Abschriften und die Anfertigung von Auszügen, ge- leistete weitgehende Unterstützung bin ich Fräulein Theda Tappen vom Stadtarchiv Goslar zu besonderem Dank verpflichtet.

76) Beispiele für Änderungen in den Straßenzügen und mit ihnen in Verbindung stehende Grundstückstauschgeschäfte in Goslar bieten etwa die Urkunden UB. II 62(1259), 604(1300), III 296(1313), 694(1324) 991 (1334), vom 14. 2. 1645(Domst. 824). In diesen Zusammenhang gehören auch die Nachrichten über das Auftreten vonNeuen. Straßen.

) Für Goslar gilt noch eine Besonderheit, die näherer Untersuchung bedarf. Es fragt sich, ob nicht vielleicht auch ein Zusammenhang zwischen den Namen der Gruben am Rammelsberg und einzelnen Straßennamen besteht, z. B. der Grube to dem Dedelevischen und der Dedeleberstraße oder der Grube Edinghe und der Straße im Edighehofe. Ähnlich liegen