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Geschichte von Burg Gleiberg / von Dr. Hugo von Ritgen, Geh. Baurath und Professor ; herausgegeben vom Oberhessischen Verein für Localgeschichte
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Geſchichte von Burg Gleiberg.

Die Herren und Grafen von Merenberg, deren Stammburg Meren⸗ berg im Niederlahngau in der Nähe von Weilburg lag, waren vielfach in der Grafſchaft Solms begütert, und ebenſo hatten die Grafen von Solms Beſitzungen im Umfange der Grafſchaft Gleiberg. Beide Häuſer ſtanden früher in naher Verbindung und ſind von dem Luxenburg⸗Glei⸗ berger Grafenhaus abzuleiten. Später entſtanden manche Streitigkeiten zwiſchen ihnen, denn die Grafen von Solms entſagten, laut Urkunden, erſt 1322 und 1325 ihren Anſprüchen an das Haus Gleiberg.

Auch auf dem Vedinberge(Weddenberge, jetzt die ſieben Hügel ge⸗ nannt) wollten die von Merenberg ein Vorwerk erbauen; dem aber wider⸗ ſetzte ſich Landgraf Heinrich I von Heſſen; doch wurde der Streit dadurch beigelegt, daß jeder der ſtreitenden Theile darauf verzichtete, in einem Theil des gemeinſchaftlichen Gebiets eine Burg zu bauen und namentlich auf dem Wetdinberge.

Als Ulrich Graf von Tübingen und Herr von Gießen 1265 ſtarb, übernahm Landgraf Heinrich I von Heſſen den tübinger Antheil von Gleiberg. Da aber Graf Ulrich am 15. Auguſt 1264 Hartrad von Merenberg, als ſeinem Caſtellan, ein Burglehen in Gießen verliehen hatte, ſo belehnte der Landgraf Heinrich I am 29. September 1265 Hartrad 4 von Merenberg mit demſelben Burglehn, zugleich aber auch mit allen Rechten, welche der Graf von Tübingen an die Burg Gleiberg beſeſſen hatte, gegen das Verſprechen, daß ihm Hartrad jeder Zeit ſeine Burgen Gleiberg und Merenberg zu öffnen bereit ſei.

Unter den bis jetzt wenig beachteten Urkunden im Copialbuch zu Weilburg ſind die folgenden für die Zuſtände unter den letzten Meren⸗ bergern beſonders intereſſant:

1288 belehnt Symon, Biſchof von Worms, Hartrad von Meren⸗

berg, edeln Mann, mit allen den Lehen, welche deſſen Vater und Oheim von der Kirche zu Worms beſeſſen hat.

1292 II. Idus Febr. gelobt Albert, Herzog von Oeſtreich und

Stayer, wenn er zum Könige erwählt werde, dem edeln Mann Hartrad von Merenberg das Recht, ein Drittel der Steuern aus Wetzlar aufzunehmen, zu beſtätigen.

1297 reſignirt Eberhard von Merenberg, Domherr zu Speyer, auf die Kirche zu Dorlar in der trieriſchen Diöces zu Gunſten der Wittwe ſeines Bruders Hartrad, Gertrud und deren Sohnes Hartrad, Prieſters zu Wetzlar, um mit den Einkünften der⸗

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