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Geschichte von Burg Gleiberg / von Dr. Hugo von Ritgen, Geh. Baurath und Professor ; herausgegeben vom Oberhessischen Verein für Localgeschichte
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Geſchichte von Burg Gleiberg.

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König verzieh ſeinem Bruder Heinrich, gab Giſelberts Sohn Otto das Herzogthum Lothringen; vermählte ſeine Tochter Luitgarde mit Graf Conrad von Worms und verlieh ihm Franken. Seinen älteſten Sohn Ludolf vermählte er mit der Tochter des Herzogs Hermann von Schwaben und machte ihn 948 zu deſſen Nachfolger.

Dadurch kam Gleiberg von 939 954 in Beſitz Hermann's Herzogs von Schwaben und Grafen der Wetterau(Eberhards Vetter).

Conrad, dem der König nach Otto's von Lothringen Tode auch noch Lothringen verliehen hatte, empörte ſich dennoch gemeinſchaftlich mit Ludolf gegen den König, und riefen ſie ſogar die Madſcharen zu Hülfe, beide mußten ſich 954 unterwerfen, und Otto verzieh zwar den Empörern, nahm ihnen aber ihre Herzogthümer; doch ſcheint Ludolf nach Hermanns, ſeines Schwiegervaters Tode, die Grafſchaft im Heſſengau und im Oberlahngau behalten zu haben, bis er 957 in Italien ſtarb.

Die Gegend um Gleiberg hatte mit dem Solmsgau zuſammen früher eine eigne Gaugrafſchaft gebildet, in die auch die Gegend von Wetzlar gehörte, und in welcher die Söhne des Grafen Gebhard, die Vettern Otto's von Gleiberg, Beſitzungen hatten; dieſe erbauten 970 die Burg Carlsmund(Calsmunt) bei Wetzlar, nachdem ſchon 950 ein Graf Eitel die Burg Braunfels aufgeführt hatte. Nach dem Ableben Ludolf's er⸗ ſcheint der Oberlahngau und Mittellahngau im Beſitz dreier Grafenge⸗ ſchlechter, von welchen aber nichts Näheres bekannt iſt, als daß Kaiſer Heinrich II im Jahre 1008 dem Stephansſtifte in Mainz Güter zu Nieder⸗Ohmen im Oberlahngau in der Grafſchaft Giſo's ſchenkte. Bis in dieſen Theil des Oberlahngaus erſtreckte ſich die Grafſchaft Gleiberg nicht, wohl aber bis Göns und Rödchen, welche laut einer Urkunde von 1017 Kaiſer Heinrich's II, in pago Logenahi in Comitatu Gerlaci lagen. Außer dieſem Grafen Gerlach beſaß auch noch ein comes Wern- herus die Grafenwürde im Lahngau, gleichwohl war aber ſchon ein mäch⸗ tigeres Grafengeſchlecht, das Luxenburger Grafenhaus, im Beſitz der be⸗ deutendſten Allodien im Mittellahngau und namentlich im Beſitz der Burg Gleiberg.

Eine Tochter des Grafen Siegfried von Luxenburg, Kunigunde, war an Kaiſer Heinrich II vermählt und ſtiftete 1008 das Kloſter Kaufungen bei Kaſſel auf ihrem Erbgut. Ihr Bruder Heinrich folgte 1019 ſeinem Vater Siegfried in der Grafſchaft Luxemburg und erhielt vom Kaiſer

auch das Herzogthum Baiern, ſtarb aber 1025 kinderlos. Sein und Kunigundens älterer Bruder Friedrich ward Graf vom Lahngau und Herr