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gleichsweiſe Herſtellung der alten Rechte, als eine neue Con⸗ ſtituirung von ſolchen.
Die zum Lollarer Gericht gehörigen Orte ſind oben(unter 1) ſchon genannt; von ihnen iſt Einshauſen und Dückenbach ſchon vor dem 30jährigen Krieg eingegangen.(Der Vertrag von 1585 und das Saalbuch von 1587 nennen ſie ſchon nicht mehr.) Im Jahr 1585 kam das Lollarer Gericht neben Großenlinden an Heſſen allein, im Tauſch gegen die Dörfer des Stoppel⸗ berger Gerichts.
Uebrigens iſt hier das ganz Eigenthümliche, daß die in dieſem Gericht gelegene, zum Kirchengebiet der Pfarrei gehörige Burg Staufenberg keinem der Herrn des Gerichts, ſondern ſoweit hiſtoriſch nachweisbar, den Grafen von Ziegenhain ge⸗ hört. Ob es Landgraf Friedrich, Sohn Ludwigs des Eiſernen, von Thüringen und Heſſen(1186—1229) von ſeiner Gemahlin Luitgard von Ziegenhain zugebracht erhielt und nach ihrem Ab⸗ leben reſtituirte, oder ob es nicht vielmehr ihm als ein heſſiſches Beſitzthum gehörte und nach ſeinem kinderloſen Ableben von ſeinem Neffen Landgraf Konrad, Deutſch⸗Ordensmeiſter zu Marburg, der das Land an der Lahn für ſeinen Bruder verwaltete, 1233 gegen die Ziegenhainiſchen Herrſchaften und Schlöſſer Reichen⸗ bach und Keſeberg(mit Wildungen) an die Grafen Gottfried und Berthold von Ziegenhain abgetreten wurde, bleibt zweifel⸗ haft.**) Das letztere ſcheint darum das Wahrſcheinlichere, weil die Form des Verzichts von Seiten der Abtretenden ge⸗ braucht iſt, indem Landgraf Konrad auf Staufenberg, die Grafen auf Reichenbach und Keſeberg verzichteten, die doch nicht von Landgraf Friedrich herkamen, ſondern anerkannt,
47) Urkunde bei Wenck a. a. O., Th. 2, Urk. Beil. 114. Renunciavimus etiam omni jure quod videbamur habere in castro Stouphen- berch. Staufenberg wird hier zuerſt erwähnt. Das Recht, das Landgraf Friedrich an Staufenberg anſprach, kann auch durch Lehns⸗
auftrag eines Inhabers von Staufenberg an die Landgrafen oder die
Grafen von Ziegenhain und Ableben des Vaſallen gelangt ſein.


