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an der Lumbda und Londorf ein höchſt beſchränktes, indem die Bewohner dieſer Centen nur auf beſonderes Aufbieten**) an dem Hauptgerichtsort zu erſcheinen hatten und nur hinſichtlich der übrigen, im Herborner Gebiet zu ſuchenden Theile des Gerichts ſollten alle Comitial-Rechte auf Mainz übergehen. Aber auch noch weiter war dieſes Recht des Erzſtifts dadurch beſchränkt, daß die Herrn von Merenberg den Bezug der bei Gericht fallenden Strafen behielten und daß ſie mit der Ge⸗ richtsbarkeit ſelbſt Miniſterialen mit Zuſtimmung des Erzbiſchofs belehnen ſollten, was denn auch von Merenberg, wie wir oben (§. 28) geſehen, geſchehen iſt und augenſcheinlich bereits zur Zeit jenes Vertrags geſchehen war. Wahrſcheinlich hatte Mainz die von den Herrn von Merenberg unterſtützte Abſicht, unter dem Prätext dieſes Erwerbs den von den Landgrafen von Thüringen und Heſſen aungeſprochenen Oberhoheitsrechten über dieſen Theil des Oberlahngaus, der ſo nahe an ſeiner Be⸗ ſitzung Ameneburg lag, wirkſameren Widerſtand leiſten zu können; denn Konrad von Merenberg trat zugleich als Burgmann auf Ameneburg in mainziſchen Dienſt. Die erworbenen Rechte über die in der Mainzer Diöceſe gelegenen Centen waren aber, da Merenberg die meiſten Befugniſſe behielt, ſo unbedeutender Art und ohne allen practiſchen Werth und die Geltendmachung der Merenbergiſchen Anſprüche in der nicht dazu gehörigen Herborner Mark hätten den Erzbiſchof in ſolche Colliſionen mit den Grafen von Naſſau gebracht, daß Mainz, wie es ſcheint, ſpäter gar keinen Gebrauch davon machte. Dagegen wirkte die fragliche Veräußerung offenbar zum Nachtheil der von Merenbergiſchen Rechte, welche ſich um ſo unbeſchränkter in
44) ad vocem preconum justiciarii nostri dicte Comicie, quod vulgariter dicitur Lantschreie sequentur justiciam secundum terre con- suctudinem et principalis tribunalis dicte Comicie communiter
receptam. Daß unter dieſem Landſchrei nicht Verfolgung auf hand⸗
hafter That, ſondern außerordentliches gebotenes Ding zu verſtehen ſei, iſt wohl einleuchtend.


