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Geschichte von Gießen und der Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1265 : auf Grund der Materialsammlung des Localvereins für die Geschichte von Gießen zsgest. / von Dr. F. Kraft, Hofgerichts-Präsident
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der Vaſallen ffiel Vollnkirchen 1661 an beide Gerichtsherrn zurück und erhielt es bei der Theilung des Hüttenbergs(1703) Naſſan,*¹²) wobei es jedoch als beſonderes Object und nicht als Theil des Hüttenbergs behandelt wurde. Die übrigen Orte dieſes Gerichts wurden damals ſo getheilt, daß Heſſen Polgöns, Kirchgöns, Langgöns, Leihgeſtern, Hanſen, Annerod und Allendorf a. d. Lahn, Naſſau aber Dudenhofen, Lützel⸗ linden, Hörnsheim, Hochelheim, Niederkleen, Dornholzhauſen und Groß⸗Rechtenbach erhielt und zur Ausgleichung des Er⸗ trags noch außer Vollnkirchen das bis dahin zum Amt Gießen gehörige allein heſſiſche Dorf Klein⸗Rechtenbach an Naſſau abge⸗ treten wurde.**) Der Hüttenbergiſche Antheil von Niederwetz war ſchon bei der Theilung von 1585 mit den Orten des ge⸗ meinen Lands an der Lahn und des Gerichts Stoppelberg an Naſſau gekommen.*³) Es ergibt ſich hieraus, daß das Gericht Hüttenberg das bedeutendſte der Gleiberger Grafſchaft war; zugleich zeigt die Lage der Orte Hauſen und Annerod nebſt dem ausgegangenen, auch zum Hüttenberg gehörigen Ort Kon⸗ radsrod mit dem Fernewald,²)(der ſpäter als eine eigene

33) Abicht a. a. O. Th. 1, S. 227.

34) Derſelbe S. 226, 227. Niederkleen bildete früher(1585) auch ein eigenes Gericht(Beurk. Nachrichten II., Nr. 231), augenſcheinlich nur, weil die Herrn von Cleen und ihre Nachfolger, die Herrn von Fran⸗ kenſtein, die heſſiſche Hälfte des Gerichts(ſeit 1300) als Gießener Burglehn beſaßen.

35) Derſelbe, Th. 1, S. 203. Die Wetzbach bildete die alte Greuze zwiſchen Solms und Gleiberg; da Nauborn auf dem linken Ufer lag, war es zur Grafſchaft Solms gehörig; Niederwetz lag auf beiden Seiten des Bachs und war daher getheilt. Oberwetz war zwar Solmſiſch, aber die Herrn von Gleiberg reſp. Merenberg waren dort poſſeſſionirt und reichten ihre Berechtigungen Gleiberger Burgmannen zu Burglehn.(Wenck a. a. O. Bd. 3, S. 209, Note.)

38) Im 14. Jahrhundert noch wurde der zum Gericht Hüttenberg gehörige Fernewald als Theil des Wieſecker Waldes angeſehen. Graf Johann von Naſſau conſentirt(1338), daß Bruder Winter, der Einſiedel, das

Haus und die Aecker, die er im Wieſecker Wald(wyſkerwald) ge⸗ kauft hat, dem Nonnenkloſter Schiffenberg überläßt.(Baur, heſſ. Urk.