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Geschichte von Gießen und der Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1265 : auf Grund der Materialsammlung des Localvereins für die Geschichte von Gießen zsgest. / von Dr. F. Kraft, Hofgerichts-Präsident
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bar zu demſelben Gericht; nicht nur die Gemeinſchaft des Markwalds, in der Klein⸗Rechtenbach hinſichtlich der Hochel heimer Mark ſtand, ſondern auch die kirchliche Verbindung, in welcher ſich Groß⸗Rechtenbach und Klein⸗Rechtenbach befanden, ſprechen dafür.²*) Es beſtätigt ſich daraus wieder, daß eine Theilung der Herren die alte Gemeinſchaft noch zu einer Zeit aufhob, welche wenigſtens weit vor das Jahr 1265 fällt. Aber auch zur Grafſchaft Kleberg ſind augenſcheinlich einzelne Orte des alten Gerichts Hüttenberg abgetrennt worden, namentlich das zur Kleener Mark gehörende Oberkleen und das zur Gönſer gehörige Ebersgöns(Eberhards⸗Göns), welche, wie ſich aus der auch hier verbliebenen Gemeinſchaft der Markwaldung beſtätigt,*) mit den beim Hüttenberg verblie⸗ benen Orten Niederkleen und Dornholzhauſen reſp. Kirch⸗, Pol⸗ und Lang⸗Göns zu derſelben alten Gönſer Mark gehörten, aber zur Grafſchaft Kleberg zu einer Zeit verwieſen wurden, die ſelbſt die der Gleiberg-Gießener Theilung überreichen muß. Da Kleberg in der alten Kleener Mark entſtanden iſt und mit Oberkleen ein Kirchſpiel bildete,¹) ſo ergibt ſich auch hieraus die Behauptung, daß die Grafſchaft Kleberg ein Be⸗ ſtandtheil der urſprünglichen Grafſchaft Gleiberg war, als richtig. Endlich wurde in ähnlicher Weiſe, wie Muünchholz⸗ hauſen vom Gericht Stoppelberg, das Dorf Vollnkirchen da⸗ durch dem Gericht Hüttenberg entzogen, daß deſſen beide Herren daſſelbe einer Linie der Herrn von Schwalbach mit der niedern Gerichtsbarkeit und allen ſonſtigen Rechten anſtatt des denſelben zu Gießen fallenden Manngeldes zu Lehn reichten; die vorbehaltene hohe Gerichtsbarkeit wurde aber vom Gericht Hüttenberg ausgeübt.*²) Nach Ausſterben des Mannsſtamms

2⁰) Abicht a. a. O. Th. 1 S. 47, Th. 2 S. 87, Th. 3 S. 409. Saalbuch des Amts Gießen Fol. 134, 153, 157, 160, 171.

30) Abicht a. a. O. Th. 1, S. 47.

31) Derſelbe Th. 3, S. 406.

Saalbuch Fol. 249 ff.