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Geschichte von Gießen und der Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1265 : auf Grund der Materialsammlung des Localvereins für die Geschichte von Gießen zsgest. / von Dr. F. Kraft, Hofgerichts-Präsident
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merkt worden. Später werden dieſe Orte zum Gericht Hütten⸗ berg gerechnet. ²*)

c. Die dritte Gemeinſchaft war das Gericht Hütten⸗ berg. Wie ebenwohl ſchon oben(§. 5) erläutert, wurde wahr⸗ ſcheinlich urſprünglich auch die Wieſecker Mark und der Wie⸗ ſecker Wald zu dieſer Gemeinſchaft gerechnet, kam aber dadurch, daß die Grafen Wilhelm und Otto ſie mit dem darin ent⸗ ſtandenen Gießen bei ihrer Theilung dem Erſteren allein zu⸗ wieſen, aus der Verbindung mit dem Hüttenberg und den an der Gemeinſchaft deſſelben betheiligten Ganerben von Kleberg. Erſt im Jahr 1280 verzichtete Graf Ludwig von Iſenburg, als Mitbeſitzer von Kleberg, dem Landgrafen Heinrich I. gegen⸗ über auf ſeine augenſcheinlich ohnehin haltloſen Anſprüche an das Dominium Giessen, Stadt und zugehörige Güter,**¹) wie⸗ wohl auch ſpäter noch zweifelhaft blieb, wie weit ſich dieſer Verzicht erſtreckte, indem namentlich noch 1326 bei Verſchen⸗ kungen aus dem Wieſecker Wald an den deutſchen Orden zur Commende Schiffenberg ſich dieſer auch von Merenberg und den Ganerben von Kleberg Urkunden darüber ausſtellen ließ.*s) Außer Großlinden gehörte auch Klein⸗Rechtenbach früher offen⸗

²6) Beurk. Nachrichten II., Beil. Nr. 231. Die Grenze des Hüttenbergs ging über den Stoppelberg und umfaßte daher auch das Gericht am Stoppelberg.(Saalbuch von 1629. Grenzbegehungs⸗Protokoll von 1569.)

27) Kuchenbecker Anal. Hass. Coll. 11, S. 388.

2s) Entdeckter Ungrund Beil. Nr. 185, 186. Die 8 Hufen Waldgelände, welche Landgraf Otto 1325 an Schiffenberg ſchenkte und die Herrn des Hüttenberger Gerichts, Merenberg und die Ganerben von Kleberg, ſpäter urkundlich beſtätigten, lagen übrigens in einem Theile des Waldes, der ſich zwiſchen Leihgeſtern, der Lindener Mark, der Gemar⸗ kung Hauſen und dem Schiffenberg befand, an der Schiffenberger Mühle, und bildeten auf dieſe Weiſe den Zuſammenhang des Haupt⸗ theils des Hüttenbergs mit dem nördlichen Stück deſſelben, der Hauſen, Annerod, Konradsrod und den Fernewald umfaßte; ihre Zugehörigkeit zum Hüttenberg war daher auch wohl weniger zweifelhaft als die des übrigen, den Herrn⸗ und Gießener Stadtwald bildenden Theils des⸗ ſelben. 3