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der Hauptort der großen Lindener Mark, zu welcher Lützel⸗ linden, Leihgeſtern, Hörnsheim, Hochelheim und Dornholz⸗ hauſen gehörten, die noch im 16. Jahrhunderte Filiale der dortigen Paſtorei waren und meiſt auch noch mit Großlinden in Gemeinſchaft von Wald und Weide ſtanden, muß urſprüng⸗ lich mit dieſen zum Gericht im Hüttenberg gehört haben, durch die Theilung aber von dieſem getrennt worden ſein. Die Ganerbſchaft von Kleberg muß ihre Zuſtimmung dazu ertheilt haben; denn ſie hatte keinerlei Rechte oder Gefälle in Großenlinden. Dagegen wurde Großenlinden nach den alten Grenzbegehungen des Hüttenbergs in dieſen gezogen, indem die Grenze deſſelben von der Gemarkung Dudenhofen um Münch⸗ holzhauſer, Lützellinder und Groß⸗Rechtenbacher Feld her auf den Stoppelberg und bis in die Wetz bei der Stephansmühle, der Wetz hinauf, weiter zwiſchen Ober⸗ und Niederkleen durch, von Ebergöns her auf den Pfahlgraben am Butzbacher Wald, dieſem nach bis zur Gemarkung Oberſteinberg, um dieſe und die Enclaven Hauſen, Konradsroder Wüſtung und Annerod mit dem Fernewald her, von dem Gießener Herrnwald um den Lindener Markwald und an dem Gießener Feld her der Land⸗ wehr oberhalb Kleinlinden nach und um die Kleinlindener Centbanngrenze bis auf die Lahn am Sand der von Schlaun, dann der Lahn wieder nach bis Dudenhofen begangen wurde.“) Uralt, wie das Kirchengebiet, iſt die Kirche von Großenlinden mit ihrem Portal, deſſen Sculpturen ſchon ſo viele Zweifel hinſichtlich ihrer Bedeutung hervorgerufen haben. Abicht hat eine Zeichnung davon im Archiv für heſſ. Geſchichte Bd. 3, Heft 1, Nr. II., geliefert, und Profeſſor Dr. Klein die mit noch größerer Sorfalt dargeſtellten Figuren in ſeiner Abhand⸗ lung, die Kirche zu Großenlinden, Verſuch einer hiſtoriſch⸗ſym⸗ boliſchen Ausdeutung ihres Portal⸗Reliefs(Gießen, 1857), ſymboliſch zu erklären geſucht. Dem Unbefangenen dürften
s) Saalbuch der Stadt und des Amts Gießen Fol. 201 ff. Grenzbe⸗ gehungs⸗Protokoll von 1569.


