— 43—
Gegend ganz entſprechend. ¹²) In ſpäteren ſtädtiſchen Urkunden wird Achſtadt gewöhnlich Axſtadt oder Aſtadt geſchrieben und die Contraction von„Aſter“ ſtatt„Achſtädter“ iſt mit dieſem Wort ganz gewöhnlich gemiſcht gebraucht.
Im Zinsregiſter von 1553 heißt die Feldlage zwiſchen der Schwartz⸗Lachen und im Rode: das Aſter⸗Feld. Eine andere Lage wird beſchrieben: Jenſeit der Lahn, gegen Ax⸗ ſtadt über; eine dritte: bis auf die Weide und den Aſter Furth und den Holzweg, ſtößt auf die Lahn. Es war alſo bei Achſtadt wie bei Selters eine Furth durch die Lahn. In dem Contracten⸗Protocoll der Stadtſchreiberei von 1570 kommt vor:
in einem Kaufvertrag vom 19. Juni:„ein Viertel Wieſen⸗ lappen mit dem Grasgärtlein davor gelegen vor der Ax⸗ ſtater Porten;“
in einem Pfandbrief vom 8. Auguſt:„ihre Behauſung vor der Wallpforten, Jtem ein halb Viertel Garten auf dem Sand vor der Axſtater Porten. In 1576 enthält dieſes Protocoll:
am 2. Mai:„Garten vor der Axſtater Porten;“
am 7. Auguſt:„Garten vffen Sant vor Axter;“
am 2. September:„ein Läppchen Garten vor der Aſtater Porten.“
Im Protocoll von 1577 ſteht unterm 15. Februar:„ein Placken Garten vor der Aſtur⸗Porten vffen Sand,“ und unterm 20. April:„vffen alten Sand vor der Aſterr⸗Porten.“ Am 16. Mai wird protocollirt:„Hofſtat vffm Aſteter Weg,“ am 21. ej.: „vor der Aſter⸗Porten,“ am 7. Juli:„vor der Aſteter Porten.“
In 1584 wird wieder„Axſteter Porte“ geſchrieben.
Es erhellt hierans unwiderleglich, daß die Bezeichnung des
¹²) Der Volksmund contrahirt heute noch Ockſtädter, Mockſtädter, Flor⸗ ſtädter ꝛc. in Ockſter, Mockſter, Florſter u. ſ. w. Hohen⸗Asberg in Württemberg heißt in alten Urkunden Achſperg(Schmidt, Geſch. der Pfalzgrafen von Tübingen, S. 340).


