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Geschichte von Gießen und der Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1265 : auf Grund der Materialsammlung des Localvereins für die Geschichte von Gießen zsgest. / von Dr. F. Kraft, Hofgerichts-Präsident
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und 31 Mancipien.¹) Auch eine ſehr alte Fuldaer Schenkung zeigt neben Krofdorf und(waͤhrſcheinlich) Mainzlar dieſes Hachenſtadt; die Nonne Gunderath ſchenkt dem Kloſter Fulda ihre Güter in den Orten Masceleren, Hachenſtadt, Cruftorf.) Die Verbindung mit Krofdorf veranlaßte Abicht,s) dies Hachen⸗ ſtadt im Gebiet des Kreiſes Wetzlar zu ſuchen, er hatte aber dafür keinen Anhaltspunkt.

Im 14. Jahrhundert zeigen Schiffenberger und Grün⸗ berger Urkunden den rechten Platz für dieſes Hachenſtadt. Gilbrecht von Rodenhauſen, Comthur und Probſt und Brüder zu Schiffenberg verleihen im Jahr 1375 an Claus Weber und andere Bürger zu Gießen 3 ½ Morgen Landes im Gießener Feld zu Erbleihe; dieſe liegen mit 1 Morgen am Leichenauer Weg, 2 Morgen ſtoßen oben an die Leichenauer Wieſen, ein halber Morgen liegt jenſeits derLahn, ſtößt an die gemeine Weid zu Achſtadt.) Am 22. September 1379 vergifften Cunz Faſant und Elſe, ſeine Hausfrau, den Antoniterherrn zu Grünberg ihre Hofraithe vor der Waldpforte zu Gießen und verſchiedene Stücke Land, darunter eines am Achſteder Weg bei Gotze Hundes Land. ¹⁰) Es iſt offenbar, daß Ach⸗ ſtadt und Hachenſtadt identiſch ſind; die Aſpiration findet ſich ganz häufig in Urkunden, die bis ins 8. und 9. Jahrhundert hinauf reichen; z. B. Hachenbach ſtatt Achenbach, Huchenſtat für Ockſtadt, Habrachteshofen und Hopershofe für Oppers⸗ hofen. ¹¹) Auch die Contraction des Achſtädter Weges in Achſter und Aſter⸗Weg iſt dem Oberdeutſchen, reſp. dem Dialect der ) Urtunden⸗Buch Beil. Nr. 2. Cod. Lauresh. T. 3 p. 36 Nr. 3144.

und p. 252 Nr. 3730in pago Logenehe in villa Saltrissa et in-

Cruftorph et in Hahenstat et in Aldendorph hubas V. ete.¹ An der anderen Stelle(Nr. 3730) ſtehtHaggenstat.

²) Schannat, Tradit. Fuldens. p. 306 Nr. 14. ³) Abicht, Kreis Wetzlar, Thl. 2, S. 210. ³) Baur, heſſ. Urk.⸗Buch S. 717 Nr. 1078,vnd eyn halbin morgen gelegin

henſiet der Lone vnd ſtoſſit an daz gemeynweide zeu Achſtad. ¹1⁰) Baur a. a. O. S. 744 Nr. 1118. ¹¹) Scriba, Regeſten II., Nr. 184, 1565, 2462, 280.