heiß Heinrich von Crubbach in einem Kaufbrief Adolphs von Heuchelheim über deſſen an das Kloſter Altenburg verkauften Hof in Heuchelheim als Mitglied des dortigen Schöffengerichts.”ꝛ) Es beſtand in Cropbach eine beſondere Vogtei. Wenn auch gegen das Ende des 15. Jahrhunderts das Dorf vielleicht noch vorhanden war, ſo wußte man doch in der Gegend nicht mehr, daß eine Verſchiedenheit zwiſchen der Gemarkung von Croppach und der der Stadt Gießen beſtand. Daraus erklärt ſich der von Nebel in ſeiner begonnenen Geſchichte von Gießen aus dem Gerichtsbuch der Stadt mitgetheilte Fall von 1469; eine Frau von Wismar belangte einen Mann von Girmes wegen eines über ein Stück Land verabredeten Kaufs am Schöffengericht zu Gießen. Dieſes verwies ſie an das Gericht gen Croppach, weil das Gut in die Vogtei gen Croppach gehörte. ¹0) Im 16. Jahrhundert war wenigſtens das Dorf verſchwunden und die Gemarkung zu der von Gießen gezogen und dahin beed⸗ pflichtig. Das Zinsregiſter von 1553 enthält die Flur von Kropbach und darin eine Lage auf den Hofſtätten, alſo Hofraitheplätze ohne Gebäude. Nur ein Schafſtall wird in dieſer Gegend noch erwähnt. ¹¹)
Die Stätte, wo Kropbach gelegen, läßt ſich ſchon aus dem Zuſammentreffen der drei Felder, welche in dem dazu gehörigen Kropbacher Bann nach der bis heute eingehaltenen Dreifelder⸗ wirthſchaft in wechſelnder Fruchtfolge gebildet ſind, erkennen, da
gehörig war, zu Hut und Weide mitberechtigt zu ſein.(Gegenbeweis⸗ artikel J. S. Gleiberg contra Gießen, Grenzſtreitigkeit betr., v. 1559.) 9) Gudenus l. c. T. II. p. 204. Wagner a. a. O., S. 194. ¹⁰) Juſti, heſſ. Denkwürdigkeiten, Thl. 3, S. 246. Wagner a. a. O. S. 195. Veränderung und Verneuerung ꝛc.„von der kleinen Weyde an bis vff die neue Kroppacher Weide.“„In der Schwende jenſeit der Landt⸗ wehrung naher Heuchelheim“.„Vff dem Hegum, zu der Heuchelheimer Mölen jenſeit der Landwehr“,„vff den Hoiffſteden, vff der Hardt,“ „Lachen Weyde vnnd Schaff⸗Stall vnter der Hardt bis an die Landt⸗ wehr.“
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