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Geschichte von Gießen und der Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1265 : auf Grund der Materialsammlung des Localvereins für die Geschichte von Gießen zsgest. / von Dr. F. Kraft, Hofgerichts-Präsident
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Güter gehörten; den Hof verlieh es zu Landſiedelrecht(1332) ¹⁰) wodurch ſein Eigenthum ſich mit der Zeit auf Grundgefälle reducirte. Später vertauſchte es alle ſeine Beſitzungen um Gießen dem Haus Schiffenberg. Reiner an der Pforte zu Gießen vermachte(1315) dem Stift Wetzlar ſeine Güter bei Selters und ſein Sohn erhielt ſie von dieſem in Pacht. ¹⁷) Erwin Klobeloch, Bürger von Gießen, beſaß 4 Morgen zwiſchen Selters und Gießen, die er von Konrad, Gyſen Sohn von Selters erworben hatte und verwies dem Stift Wetzlar 2 Schilling Heller darauf(1342.) 13)

Auch das kirchliche Verhältniß hatte ſich ſchon gegen das Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts geändert; der Pleban der Pfarrkirche von Selters war(1279) der Pfarrer von Gießen und der Kirchenkaſten wurde in der Mitte des letzteren(1351) von den Baumeiſtern der Kirche von Gießen und Selters verwaltet.**)

Auf dieſe Weiſe mag Selters überhaupt nur noch gering bevölkert geweſen ſein, als Philipp der Großmüthige gelegent⸗ lich der Befeſtigung von Gießen(1530) die Kirche daſelbſt abbrechen ließ, damit ſich kein Feind daraus gegen die Stadt behelfen möge,*) wo denn auch der bis dahin zugleich für Gießen dienende Kirchhof an ſeine jetzige Stelle verlegt wor⸗ den ſein ſoll. Es mögen noch einige Zeit hernach Gebäude von Selters geſtanden haben, denn im ſtädtiſchen Zinsregiſter von 1553 wird Beed vom Land an Selters und jenſeits Selters aufgeführt.**) Es ſcheint ſogar damals ein Theil du) Daſ. No. 634 u.

¹7) Gudenus J. c. T. 5. S. 145. 146. ¹s) Wigand, Wetzlariſche Beiträge Thl. 1. S. 174. ¹9) Beurkund. Nachr. von der Commende Schiffenberg, Bd. 2. S. 170.

Not. b. ²⁰) Nebel in Juſti's Denkwürdigkeiten Thl. 3. S. 242. Dictericus, Institut. orat. p. 65. 21) Veränderung und Verneuerung der Zinsregiſter ꝛc. 1553(im ſtädtiſchen Archiv.)Von der Straße jenſeit Selters und dem Wardtweg,an die Selters Mülen und Selters.