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in die Lindner Mark. Allendorf war dem Namen nach viel⸗ leicht die älteſte, lang vor Einführung des Chriſtenthums be⸗ ſtandene Niederlaſſung; der Name von Leihgeſtern ſcheint an ein römiſches Castrum oder an die Nachbarſchaft der römiſchen Niederlaſſungen am Pfahlgraben, der ſeine Ge⸗ markung begrenzt, zu erinnern, wiewohl Spuren eines römi⸗ ſchen Lagers dort nicht aufzufinden ſind. ²) An den Namen vieler Orte des Buſecker Thals iſt die ſpätere Anrodung noch zu erkennen(Rödchen, Oppenrod, Bersrod; Beuern kommt erſt ſpät vor).
Die Wieſecker Mark liegt auf dem linken Ufer der Lahn, die augenſcheinlich ihre urſprüngliche weſtliche Grenze bildet. Die Mark Linden begrenzt ſie ſüdlich, von der Lahn bis zum Pfahlgraben; die Mark Buſeck beſtimmt ihre öſtliche Grenze. Da dieſe ſich jedoch nur bis Oppenrod erſtreckt, ſo bleibt zwiſchen dem ſie von dem Gau Wetterau ſcheidenden Pfahlgraben bis nach Albach noch eine Stelle, wo die Licher Mark an dieſelbe ſtößt. 10) Im Norden bildet die zum Mainzer
241 meint, iſt wohl klar, da ein Zuſatz zur Unterſcheidung von vielen andern Holzhauſen gewöhnlich iſt. Nach dem Salbuch des Amtes Gießen von 1587 Fol. 151—161 waren aber die 4 Orte Allendorf, Hörnsheim, Hochelheim und Dornholzhauſen zu Ende des 16. Jahr⸗ hunderts noch Filiale der Paſtorei Großlinden. Leihgeſtern war zur Zeit der Stiftung von Schiffenberg ebenfalls ein Lindener Filial. Der Markwald war für Großlinden, Leihgeſtern, Lützellinden und Hörns⸗ heim noch bis in die neueſte Zeit gemeinſchaftlich.
*) Leihgeſtern hat ſeinen Namen Leitkastre wohl von der nahen Befeſtigung, dem Pfahlgraben, bei dem ſich Leute(Lidi) nieder⸗ ließen.(Bgl. über die Ortsnamen Weigand im Archiv für heſſ. Geſchichte Bd. 7. Nr. 10.)
1) Lich,(Lichom, Leoche), ſchon 788 und 790 in Lorſcher Urkunden genannt(Codex Lauresham. III. 262 Nr. 3754 II. 627 Nr. 2978), gehörte zur Wetterau und ſeine Mark umfaßte eine große Zahl jetzt ausgegangener Orte: Nieder⸗Albach, Kolnhauſen(jetzt Höfe), Saſen (Mühlſachſen), Hauſen, deſſen Spuren ſich zwiſchen Nonnenrod und Lich finden und das nicht zu verwechſeln iſt mit Hauſen am Schiffenberg, Rodenſcheit, Schurfheim und Weſtwig(Heber, die Schottenkirchen im
Archiv für heſſ. Geſchichte Bd. 9. Heft 2. S. 257).


