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zur Mark oder zum alten Kirchengebiet gehörigen auf neuere Entſtehung. Das Kirchdorf iſt das älteſte, daher in Gönſer Mark Kirchgöns das urſprüngliche, Polgöns iſt nach dem Pfahlgraben, Langgöns nach ſeiner Bauart, Ebertsgöns nach dem erſten Anſiedler benannt; in der Lindner Mark iſt Großlinden das alte Kirchdorf, Lützellinden das urſprünglich Sichelingslinden, wohl auch nach dem erſten Gründer, heißt, erhält erſt ſpäter den Zuſatz lützel(klein) im Gegenſatz von Großlinden; ⁵) das jetzige Kleinlinden kommt in älteren Ur⸗ kunden mit dieſem Namen nicht vor, ſondern heißt Lindehe, oder wie noch jetzt beim Volk Lindes, d. h. Lindenſtrauch; erſt als man die Bedeutung von Lützel nicht mehr kannte, ⁰*) konnte die Bezeichnung Kleinlinden aufkommen; Allendorf (Altendorf) und Leihgeſtern(Leitcastre) ſind Anſiedlungen, die ſo frühe vorkommen, wie Linden ⁷)(790 und 804), die Gemeinſchaft des Markwalds und des Kirchſpiels verweiſt ſie aber mit Hörnsheim, Hochelheim und(Dorn) Holzhauſen) ⁵)
Gegenſtänden überhaupt herzuleitenden Namen der Orte älter ſind, als die nach den Namen der erſten Anſiedler benannten. Göns und Kleen haben ihre Namen von den Bächen, an denen ſie liegen; Linden von dem noch jetzt in der Lindner Mark überall heimiſchen Lindenbaume, Wieſeck heißt zwar urſprünglich wie heute noch im Volksmund Wieſich, wie Buſeck Buſich; wenn aber letzteres nach ſei⸗ ner Lage an einem Buchwald genannt iſt, ſo könnte man auch Wieſeck eher von ſeiner bezeichnenden Lage als von einem Eigennamen herleiten, da hierfür der Anhang von heim, hauſen ꝛc. fehlt; indeß trägt der Ort nur den Namen des Bachs(Wisaha, Wieſenbach) und muß daher auch für ſehr alt gelten. Dieſer Namen beſchränkt ſich aber auf den Umfang der Mark, oberhalb welcher der Bach ihn. noch nicht führt, da dort auch noch keine Wieſen ſind.
⁵) Wie in Lützelſachſen, Lützelbach, Lützel⸗Wiebelsbach, Ortsnamen im Odenwald, Lützelſtein im Elſaß.
6) Im Plattdeutſchen iſt lütke mit der Bedeutung von llein noch im Gebrauch. Auch im Gießener Bann gab es ein Lützel⸗Feld laut Zins⸗ regiſter von 1553.
⁷) Codex Lauresham. III. 40, 243. Nr. 3159, 3710.
⁵) Daß dieſes Holzhauſen, das urſprünglich in die Gönſer Mark verſetzt wird, nicht ausgegangen iſt, wie Schmidt, heſſ. Geſchichte S. 170,


