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Kreis) gezählt werden kann. ¹⁴) Mit ihnen hatten die Be⸗ wohner der Lahngegend die Vandalen, wahrſcheinlich in der Wetterau,“¹²) zu bekämpfen und den zu Gunſten des Führers der Oſtfranken unternommenen zerſtörenden Zug der Hunnen unter Attila auszuhalten,¹*¹) ſie gehörten mit ihnen zum Reiche der Merovinger und waren bei Theilungen zu Auſtraſien, der Francia orientalis, im Gegenſatz Frankreichs gehörig.)
Die Ausbreitung des Chriſtenthums mag zuerſt Zweifel über die Zugehörigkeit der Gegend zu Heſſen hervor⸗ gerufen haben. Von Mainz aus hatte ſich dieſes über die Wetterau und die benachbarten Theile von Heſſen verbreitet; aber wenigſtens ebenſo früh wurde daſſelbe von Dietkirchen aus, wo der heil. Lubentius bereits im 4. Jahrhundert gepredigt haben ſoll, im Lahngebiet und auch in ſeinem hier in Rede ſtehenden mittleren Theil eingeführt.*5)
Das Archidiaconat Dietkirchen gehörte aber zum Bisthum Trier und dieſes erſtreckte daher ſeinen geiſtlichen Sprengel über die Gegend von Gießen.**) Aber Winfried(Boni⸗ facius), der in Heſſen als Reformator zu Gunſten Roms auf⸗
¹1) Noch im 11. Jahrhundert ward das Geſchlecht der Gleiberger gens Salica genannt.(Anom. Weingartensis in Hass. Monum. Gelfica p. 6.)
¹²) Schmidt a. a. O. S. 45, Note b.
¹8) Wenck a. a. O. S. 138. Dilthey a. a. O. S. 374 ff.
¹4) Ueber den für die Geſchichte bedeutungsloſen Begriff des rheiniſchen Franziens, zu dem Kremer a. a. O. S. 52 ff. unſere Gegend zählt, ſiehe die Berichtigungen von Wenck a. a. O. S. 176 ff.
¹5) Rommel a. a. O. Thl. 1. S. 57.
¹6) Wenck a. a. O. S. 444. Die Grenzen dieſer Diöceſe in Heſſen mochten bei der großen Entfernung des Biſchofsſitzes nicht feſt regulirt ſein: wenigſtens finden wir dieſelben noch nach Jahrhunderten nicht ſicher beſtimmt(§. 11). Schmidt, Geſchichte von Heſſen Bd. 2. S. 401 erklärt es aus der länger dauernden Zerſtörung von Mainz, daß ſich das Trierer Bisthum bis nach Gießen habe erſtrecken können; es iſt aber zu berückſichtigen, daß ſich die Diöceſen an die uralten Gau⸗ grenzen anſchloſſen und die der Wetterau die Lahngegend daher von der Mainzer ausſchloſſen.


