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voll beerdigt hätten, läßt ſich nicht gerade als gewiß annehmen;
es können ebenſowohl die Bewohner der Niederlaſſungen in den benachbarten Hainen, wo man das Holz zu den Scheiter⸗ haufen zur Hand hatte, verbrannt und die zum Theil hohen Hügel über ihrer Aſche aufgehäuft worden ſein.
8. 3.
Einfälle der Römer.
Die Tactik der Römer zum Zweck der Eroberung Deutſch⸗ lands mußte dahin gehen, von der Baſis des Rheins aus im Centrum gegen die zunächſt mit ihnen in Colliſion gerathenen Sigambrer, Tenchtherer und Uſipeter am Unterrhein, vom linken Flügel, wo die befreundeten Bataver Stütze gewährten, über die See von der Ems her durch das Land der Bructerer und vom rechten Flügel her über die Wetterau, um den
Taunus herum, durch das Chattenland in das Innere von Deutſchland einzudringen; denn von der Donau und dem längſt eroberten Helvetien aus konnte es ihnen dann nicht ſchwer fallen, das ſüdliche Deutſchland bis an den Main ſich zu unterwerfen.) Die Züge vom Mittelrhein und insbeſon⸗ dere von dem von Druſus befeſtigten Moguntia aus führten alſo immer in nnſere Gegend.
Von dem erſten Feldzug des Druſus gegen die Chatten wiſſen wir wenig; er ging ohne Zweifel von dem bereits nach dem zweiten Einfall deſſelben in Deutſchland an ihrer Grenze auf dem Taunus errichteten Castrum Arctaunum(aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach der Saalburg ²) bei Homburg vor der Höhe), aus und war für die Römer glücklich,(10 Jahre vor Chr.)
¹) So zog Druſus und nach ihmy des Vaters Spuren folgend, ſein
Sohn Germanicus, wie es ſcheint, die einzigen römiſchen Feldherrn, die ordentliche Feldzugspläne zum Zweck der Eroberung des Landes
verfolgten; ſpätere römiſche Heere beſchränkten ſich meiſt mehr auf auf vorübergehende Einfälle und Angriffe diesſeits des Rheins und Pfahlgrabens.
2) Deutſchmann a. a. O. Archiv für heſſ. Geſchichte Thl. 2. S. 577. *


