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6) Im Lützellinder Theil der Lindner Mark, im Diſtrict Bärenpfuhl ſind mehrere Hünengräber; ſie wurden theils von Pfarrer Abicht in Hochelheim, theils von Profeſſor Ph. Dieffen⸗ bach im Auftrag des hiſtoriſchen Vereins im Jahr 1844 geöffnet; es fanden ſich theils Urnen, theils Gerippe, mehrere broncene Gegenſtände und ein eiſernes Meſſer. ³²)
7) Auf der Anneröder Haide iſt eine Anzahl Grabhügel zum Theil beim Chauſſeebau durchſchnitten worden, ohne etwas Weiteres als Bronce⸗Gegenſtände und Aſche zu liefern. ²¹)
8) Hinter Altenbuſeck am Wege nach Klimbach ſind ver⸗ ſchiedene Grabhügel, wie es ſcheint, noch nicht näher unter⸗ ſucht.
9) Bei dem Hof Heibertshauſen im Diſtrict Diſtler wurden ums Jahr 1847 mehrere aufgegraben, worin ſich Urnen und Armringe befanden, welche in das fürſtliche Muſeum zu Braunfels gekommen ſind. ³⁴)
Dieſe Grabmäler ſind alle für germaniſchen Urſprungs anzuſprechen; ihn in älterer Zeit zu ſuchen verbieten die mehrfach darin vorkommenden Eiſengeräthe und römiſch ſind dieſelben nicht; ſie werden alſo unſeren heſſiſchen Altvordern zuzuſchreiben ſein. ⁵)
Daß ſie Kampfſtätten derſelben bezeichneten, in denen die Chatten als Sieger ihre Gefallenen auf der Wahlſtatt ehren⸗
Jahren vom Regiſtrator Günther dort gemachten Anlage herrühren; auffallender Weiſe heißt auch ein Gewann in der alten Selterſer Gemarkung ſchon im 15. Jahrhundert unter dem Günthers Graben.
³²) Archiv für heſſ. Geſchichte Bd. 5. No. 4. S. 13 ff.
³3) Dieffenbach Urgeſchichte d. Wetterau a. a. O. S. 82.
*⁴) Eine intereſſante Grabſtätte bei Nauenheim g. d. L. enthält theils römiſche, theils fränkiſche Gräber(S. Archiv für heſſ. Geſchichte Bd. 10. S. 447). Sonſt fehlt es auf der rechten Lahnſeite an Hünen⸗ gräbern.
³⁵) Man will die Gräber der hier vorkommenden Art in neuerer Zeit für älter als die unterſtellte germaniſche Einwanderung halten; das Vorkommen von Eiſengeräthen ſpricht aber dagegen und überdies fehlten dann durchaus die vorchriſtlichen deutſchen Gräber.


