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Geschichte von Gießen und der Umgegend von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1265 : auf Grund der Materialsammlung des Localvereins für die Geschichte von Gießen zsgest. / von Dr. F. Kraft, Hofgerichts-Präsident
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und es fanden ſich darin roh gearbeitete Urnen, mit Aſche,

angebliche Pfeilerſpitzen u. ſ. w.; ²⁸)

2) hinter der ſog. Eulenburg rechts vom alten Rödcher Weg im Stadtwald;

3) rechts der Chauſſee nach Lich im vorderen Stadt⸗ wald;

4) im Herrenwald links des Steinberger Wegs;

5) in der Lindner Mark vorn an der herrſchaftlichen Heege des Großenlinder Theils. Hier befinden ſich vielleicht 50 Grabhügel, wie gewöhnlich ohne alle Ordnung zerſtreut. Dieſelben ſind zum Theil im Jahr 1866 vom hiſtoriſchen Verein unterſucht worden. ²*) Wie öfter der Fall, waren theils Urnen(in einem Grabe 5 in einer Reihe), theils nur Aſche und Knochenreſte ohne Urnen, theils Gerippe in den Grabhügeln. ⁵³⁰) Intereſſant war ein, ſpäter von den Arbeitern des Bergwerksbeſitzers E. W. Fernie vollſtändig abgehobenes Grab, in welchem drei Gerippe unter einer Steindecke lagen, von denen eines einen gewundenen Kopfriug(torques), zwei einen kronenartigen Kopfputz(Haarring) von Bronce trugen; broncene Schulter⸗ und Armringe, Buckeln(wie es ſchien eines Wehr⸗ gehänges) und eine Waffe von Eiſen fanden ſich dabei. ²¹)

28) Liebknecht Hassia subterranea pag. 140. J. Weber Sentiments von den im Philoſophiſchen Wäldchen eruirten Urnis. Gießen 1719.

²⁰) Nachricht davon im Archiv für Geſchichte d. Großh. Heſſen Bd. 11. S. 439 von dem damaligen Vorſitzenden des hiſtoriſchen Localvereins für Gießen und Umgegend, dem leider zu früh verſtorbenen Hof⸗ gerichtsrath Karl von Krug.

30) Vogel, Beſchreibung von Naſſau S. 132. Archiv für heſſ. Geſchichte Bd. 2. S. 366. Es iſt wohl nicht anzunehmen, daß verſchiedene Volksſtämme nach verſchiedenen Sitten, etwa nach einem Kampf, ihre Stammesglieder zuſammenbeerdigt haben, ſondern daß in dem⸗ ſelben Volke verſchiedene Beerdigungsarten gewöhnlich waren. Tacitus Germania(cap. 27) führt nur von angeſehenen Männern an, daß ſie verbrannt worden; andere können alſo wohl einfach beerdigt wor⸗ den ſein.

³1) Die Stelle der herrſchaftlichen Heege in der Nähe dieſer Gräber heißt

Günthers Grab; der Name ſoll aber von einer vor ca. 70 80

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