undt Rähte zu Giessen, günstige liebe Herrn undt Freunde, klagte
über D. Kitzel, dass er das Recht der Schaben auf den Hoff zur
wissen Erdten zu Stauffenberg schlecht vertreten, die dafür sprechen- den Gründe nicht erwähnt sondern gerade das contrarium ausge- führt habe, und bitt um Schutz und günstigen Bescheid. Den
12. Febr. Anno 1622.
1624 17. Aug. Folgt eine nur schwer lesbare Entgegnung Johann Kitzel
Did k.
und darauf am 26. Aug. 1624: Contradicto annexa submissione
Anwaldts der Rauen Gebrüder zu Holtzhausen gegen D. Johann
Kitzeln.
Der Process scheint sich noch in die Länge gezogen zu haben, D. Johann Kitzel aber erreichte seine wahrscheinlich sehr eigennützigen Absichten nicht, denn nach dem Tode Caspar Friedrichs von Schaben gingen die hess. Lehen an Wolf von Weitolshausen, genannt von Schrau- tenbach, Gemahl der Margrethe Katharina von Rolshausen als Lehen über; nämlich(laut Estor, kleine Schriften I. 122) bestätigte Landgraf Georg II am 27. Mai 1638 den Johann Balthasar von Weitolshausen, genannt Schrautenbach, in dem seinem Vater Wolff von Landgraf Lud- wig VI ertheilten ehemaligen Caspar Friedrich Schaben’schen Lehen, bestehend: in einem Hof zu Ruttershausen, 3 Malter Waizen zu Garts- hausen, dem achten Theil des Zehnten zu Albach, fünfthalb Pfund Heller, die auf St. Michelstag erfallen aus dem Lehen zu Einshausen und Lollar, ferner Haus und Hofstatt mit Zubehörungen auf dem Berge zu Staufenbere, ferner Garten und Hofraithe gelegen vor dem Altenstädter Thor mit ihren Zubehörungen, einem Malter Waizen, einer Meste Ohly, Marburger Masses, 32 Helbling aus der Vogtei zu Mainzlar und der Mühlenstatt zu Mainzlar.
Am 28. Mai 1638 belehnte dann Landgraf Georg II den Georg Friedrich von Weitolshausen mit den ehemals v. Rodenhausischen Lehen zu Kirchberg etc. und mit den ehemals von Jost Rawen v. Holz- hausen getragenen Lehen zu Lollar etc.
Am 13. August 1638 belehnt derselbe den Ludw. Balthasar v. Weitolshausen und seine Vettern mit der Badenburg und Zubehör.
Von den Schieksalen Staufenbergs während des 30jährigen Krieges ist wenig bekannt ausser der Zerstörung der Oberburg am 27. Mai 1647.
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