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1450(13. Nov.*) Abt Heinrich zu Fulda belehnt den Landgraf Ludwig zu Hessen mit den ehemaligen Lehen der Grafen v. Ziegenhain, namentlich mit Burg, Stadt und Herrschaft Nidde, der Fuldischen Mark in der Widderau, Sternfels, Stauffenberg, Burg und Stadt und Irenn zueehörungen, Gemunden an der Strasse, Burg und Stadt, die Vogtei zu Crunfelt und Burgkharts, ferner mit der Stadt Alsfelt, der Burg Aldenburg etz. Gegeb. auff Fritag nehest nach S. Martinstag.
NB. Diese wichtige lange Urkunde steht Sehanat, Clientel. Fuld. P. 207 No. 30 und bei Wenck III U. B. 248 No. 298.
Demnach scheinen beide erwähnten Verträge nicht vollkommen zur Ausführung gekommen zu sein, denn im Jahre 1353 ist Staufenberg wieder im Besitz von Vater und Sohn und verpfänden sie ihre Burg Staufenberg an ihre Burgmänner Heinrich von Rolshausen und Volpracht Schabe. Die betreffende Urkunde findet sich bei Baur Urk. für hess. Gesch. V No. 882 p. 597 und lautet:
-18353.(1..Joni)...Wir. Heinrich yon Rulshusin Ritter und Volpracht Schabe wepenere dun kunt, daz unsir herrn Grebe Jehann von Cyginhain und unsir Juncherre Gotfride sin son uns und unsern Erben virsast han ire Burg Staufimberg mit den zweyn tailen beide alt und nuwe, die darunter ligen und mit anders allen den rechten, eren und nutzen, umme sez und zwenczig hundert cleyner gulden, mit sotanen undirscheiden. Zu dem ersten, so sal dieselbe burg Staufinberg mit den talen ir und irre erben uffen hus und Sloz sin, wir sullen ouch ir burgere da selbes und ir Jude halden in allen den eren und frieheiden, als andere ir burgern hant in andere iren slossen. Sy sollen dy vorg. slosze virtedingen und virantwortin dy wile ez uns zandis steyt als andirs ire sloss und vestin. Ouch sollen dy vorg. unsir herrn und Juncherrn uns beschirmen und beschuren nach alle irre macht als andirs ire burgmanne ezu allem unssen rechten. etz.(Leider ist die Urkunde von da an sehr vermodert.)
Dat. a. d. MCCCLII, sabb. a. diem. b. Bonifacii conf.
Diese Verpfändung dauerte fort bis 1359 und wurde dann durch nachstehende Urkunde erneuert:
„Am 1. Nov. 1359 bekennen: Heinrich von Rollishusen und
*) Seriba Nr. 2314.


