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Geschichte der großherzoglich hessischen Stadt Staufenberg und ihrer beiden Burgen : Festschrift sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge von Hessen und bei Rhein Ludewig IV zum 25. August 1883 gewidmet von Rektor und Senat der Landesuniversität / nach den Quellen bearbeitet von Josef Maria Hugo von Ritgen
Entstehung
Seite
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1317

Das aber das stete unde veste blibe das geben Wir in diesin Brieb mit unsirme Ingesigele besigelit das hie anehanget. Dit geschah und ward dirre Brieb gegebin da man zalte von Christes gebort Tusind jar drihundirt jar und in deme vier und zwentigsten Jare an der mitte wochin nach unsir frouwin tage Lassern.

(5. Deec.*) erscheint ein Crafto, genannt Scabe, als Burgmann zu Staufenberg.

Gegen Ende 1344 müssen wieder Missverhältnisse mit Mainz ge-

droht haben, wie eine Urkunde vom 4. Oct. 1344 errathen lässt:(Wenck

11 0.

B. p. 359. Note):

Landgraf Heinrich II zu Hessen verbindet sich mit Graf Johann I von Ziegenhain und dessen Sohn Gottfried VI dahin, dass, im Fall der Landgraf mit Mainz in Krieg geriethe, sie ihm alsdann, sofern sie es mit Ehren und Bescheidenheit thun könnten, helfen sollen; Graf Johann solle seinem Sohne Gottfried Staufen- berg, und eine oder zwei andere Festungen einräumen, daraus er dem Landgrafen beistehe; dagegen will Landgraf Heinrich dem Graf Johann helfen und rathen, um ein Haus auf den Gerstenberg erbauen zu können, und wenn dieses schlosshaft gemacht sei, so solle es halb dem Graf Johann und halb dem Graf Gottfried zu- stehen, doch dass er daraus, sowie von Staufenberg, dem Land- graf Hülfe leiste.

Damals sollte also Graf Gottfried VI in Besitz von Staufenberg

kommen und schloss er schon am 26. Juli 1346 mit dem Erzbischof Hein- rich von Mainz den folgenden Vertrag ab.(Wenck IL U. B. p. 363, N. 353.)

Erzbischof Heinrich von Mainz Verbindung mit Graf Gott- fried VI(dem Jüngern) von Ziegenhain:

Wir Heinrich von Gottes Genaden dez heiligen Stules zu Mentze Ertzbischoff, des heiligen Romischen Richs in deutschen Landen Ertzkantzeler, bekennen und tun kunt allen Luden, daz wir den Edeln Mann Godefrid den jungen Greben von Cygenhain zu Dienen und zu Helfen gewunnen han uns und unssm Stifte ein Mertheil Jahres, daz an sal sten uff den nehesten Dunrestag nach

Sente Peters Tag, der nu schirst kumet, den man nennet im La-

*) Seriba Nr. 3882.)

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